Législation

Verordnung vom 27. Juni 1995 über die Zollansätze für Waren im Verkehr mit Freihandelspartnern (ausgenommen EU- und EFTA-Mitgliedstaaten) (Freihandelsverordnung 2)

SR 632.319In KraftStand am 01.10.20268 Artikel

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  • AS 2020 6433in Kraft am 01.01.2021
    geändert: Art. 1a
  • AS 2014 605in Kraft am 01.04.2014
    eingefügt: Art. 1 · aufgehoben: Art. 2 und 3
  • AS 2010 2669in Kraft am 01.07.2010
    geändert: Art. 1
  • AS 2007 3483ausgenommen EG und EFTA · Grunderlass Verordnung über die Zollansätze für Waren im Verkehr mit Staaten, mit denen Freihandelsabkommen bestehenin Kraft am 01.08.2007
    geändert: Art. 4
  • AS 2007 1469Grunderlass ZV (SR 631.01)in Kraft am 01.05.2007
    geändert: Art. 4a
  • AS 2001 2130ausgenommen EG und EFTA · Grunderlass Verordnung über die Zollansätze für Waren im Verkehr mit Staaten, mit denen Freihandelsabkommen bestehenin Kraft am 01.10.2001
    eingefügt: Art. 1a

6 Veröffentlichungen in der AS, die im geltenden Text zitiert werden.

Der Schweizerische Bundesrat, gestützt auf Artikel 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über aussenwirtschaftliche Massnahmen, auf Artikel 130 des Zollgesetzes vom 18. März 2005 und auf die Artikel 4 und 10 des Zolltarifgesetzes vom 9. Oktober 1986 sowie in Ausführung der in Anhang 1 aufgeführten Bestimmungen der Abkommen und Vereinbarungen in Form von Briefwechseln, verordnet:

Art. 1Einfuhrzölle1

1

Die Präferenzbehandlung im Sinne der in Anhang 1 genannten Abkommen und Vereinbarungen wird wie folgt gewährt:

  1. a.

    Für die in Anhang 2 genannten Waren aus der Türkei (TR), Israel (IL), den Färöern (FO), Marokko (MA), der Westbank und dem Gazastreifen (PS), Mazedonien (MK), Mexiko (MX), Jordanien (JO), Singapur (SG), Chile (CL), Tunesien (TN), Libanon (LB), der Republik Korea (KR), den Mitgliedstaaten der Südafrikanischen Zollunion (SACU)2, Ägypten (EG), Kanada (CA), Japan (JP), den Mitgliedstaaten des Kooperationsrates der Arabischen Golfstaaten (GCC)3, Kolumbien (CO), Albanien (AL), Serbien (RS), Peru (PE), der Ukraine (UA), Montenegro (ME), Hongkong, China (HK), Bosnien und Herzegowina (BA), China (CN), den zentralamerikanischen Staaten (CAS; abgeschlossen mit Costa Rica [CR], Panama [PA] und Guatemala [GT]), Georgien (GE), den Philippinen (PH), Ecuador (EC), Indonesien (ID), Moldau (MD), Indien (IN) sowie Kosovo (XK) gelten die dort aufgeführten Zollansätze.

  2. b.

    Für die in Anhang 3 genannten Waren aus Kolumbien (CO), Peru (PE), Guatemala (GT), den Philippinen (PH), Ecuador (EC) und Indien (IN) gelten zusätzlich die dort aufgeführten Zollansätze.

  3. c.

    Für die in Anhang 4 genannten Agrarprodukte und andere Waren zu Futterzwecken aus Lesotho gelten die dort aufgeführten Zollansätze.

  4. d.

    Für Waren aus dem Vereinigten Königreich gilt die in Anhang 6 aufgeführte Präferenzbehandlung.

2

 Für Erzeugnisse aus Landwirtschaftsprodukten, die in den Anhängen 2 und 3 mit dem Vermerk «bT» gekennzeichnet sind, gelten die vom Eidgenössischen Finanzdepartement gestützt auf Artikel 3 der Verordnung vom 23. November 20114 über die Industrieschutzelemente und die beweglichen Teilbeträge bei der Einfuhr von Erzeugnissen aus Landwirtschaftsprodukten festgelegten Zollansätze.5

  1. Fassung gemäss Ziff. I der V vom 11. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2669), seit 1. Okt. 2010 für Serbien (AS 2010 4095), seit 1. Nov. 2010 für Albanien (AS 2010 4609) und seit 1. Juli 2014 für die Mitgliedstaaten des GCC (AS 2014 1463).
  2. Botswana, Eswatini, Lesotho, Namibia, Südafrika.
  3. Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate.
  4. SR 632.111.722
  5. Eingefügt durch Ziff. I der V vom 7. März 2014, in Kraft seit 1. April 2014 (AS 2014 605).

Art. 1aZollkontingente1

1

 Waren, für die beschränkte präferenzielle Einfuhrmengen (Zollkontingente) gelten, sind mit den betreffenden Mengen in Anhang 2 beziehungsweise für das Vereinigte Königreich in Anhang 6 festgele.2

2

 Die Zollanmeldung von Waren im Rahmen der Zollkontingente hat mittels elektronischer Datenverarbeitung zu erfolgen. Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG)3 kann im Einvernehmen mit dem Bundesamt für Landwirtschaft Ausnahmen, wie bei Kleinsendungen und gelegentlichen Einfuhren, von der elektronischen Zollanmeldung gestatten.

3

 Für Einfuhren im Rahmen der Zollkontingente wird der Präferenz-Zollansatz nach Anhang 2 beziehungsweise 6 in der Reihenfolge der Annahme der Einfuhrzollanmeldungen gewährt, bis das entsprechende Kontingent ausgeschöpft ist. Vorbehalten bleiben besondere Bestimmungen nach der Agrareinfuhrverordnung vom 26. Oktober 20114 (AEV) und den entsprechenden Marktordnungen der Landwirtschaftsgesetzgebung.5

4

 Sind besondere Bestimmungen nach Absatz 3 anwendbar, so werden Zollkontingentsanteile im Rahmen der Zollkontingente nur zugeteilt, wenn ein Zollkontingentsanteil nach der AEV und den entsprechenden Marktordnungen der Landwirtschaftsgesetzgebung zugeteilt worden ist.

5

 Bei Ausschöpfung eines Zollkontingents nach der AEV gestattet das Bundesamt für Landwirtschaft die Einfuhr zum Präferenz-Zollansatz nach Anhang 2 beziehungsweise 6, sofern vertragliche Verpflichtungen dies vorsehen, bis das entsprechende Zollkontingent ebenfalls ausgeschöpft ist.6

6

 Das BAZG veröffentlicht den Stand der Ausschöpfung der Zollkontingente periodisch auf elektronischem Weg.

  1. Eingefügt durch Ziff. I der V vom 22. Aug. 2001, in Kraft seit 1. Okt. 2001 (AS 2001 2130). Fassung gemäss Ziff. I der V vom 2. April 2008 (AS 2008 1661).
  2. Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Febr. 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6433).
  3. Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit wurde in Anwendung von Art. 20 Abs. 2 der Publikationsverordnung vom 7. Okt. 2015 (SR 170.512.1) auf den 1. Jan. 2022 angepasst (AS 2021 589). Diese Anpassung wurde im ganzen Text vorgenommen.
  4. SR 916.01
  5. Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Febr. 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6433).
  6. Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Febr. 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6433).

Art. 4Ursprungsbestimmungen1

Die Zollansätze nach den Anhängen dieser Verordnung sind nur auf Waren anwendbar, die den Ursprungsbedingungen der in Anhang 1 genannten Abkommen und Vereinbarungen entsprechen.

  1. Fassung gemäss Ziff. I der V vom 4. Juli 2007, in Kraft seit 1. Aug. 2007 (AS 2007 3483).

Art. 4aZollpräferenzen für Waren je nach Verwendungszweck1

Ist die Gewährung von Zollpräferenzen von einem bestimmten Verwendungszweck der Ware abhängig, so sind die Bestimmungen der Artikel 50–54 der Zollverordnung vom 1. November 20062 anwendbar.

  1. Eingefügt durch Ziff. III 1 der V vom 18. Aug. 2004 (AS 2004 4599). Fassung gemäss Anhang 4 Ziff. 20 der Zollverordnung vom 1. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Mai 2007 (AS 2007 1469).
  2. SR 631.01

Art. 5Änderung dieser Verordnung

Die Anhänge können vom Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung geändert werden, soweit sich die entsprechende Zuständigkeit aus Gesetz oder besonderer Verordnung ergibt.

Art. 6Aufhebung bisherigen Rechts

Es werden aufgehoben:

  1. a.

    die Verordnung vom 25. März 19921 über die Zollansätze für Waren im Verkehr mit der Türkei;

  2. b.

    die Verordnung vom 24. Juni 19922 über die Zollansätze für Waren im Verkehr mit der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik;

  3. c.

    die Verordnung vom 14. Dezember 19923 über die Zollansätze für Waren im Verkehr mit Israel;

  4. d.

    die Verordnung vom 31. März 19934 über die Zollansätze für Waren im Verkehr mit den Baltischen Staaten (Estland, Lettland, Litauen);

  5. e.

    die Verordnung vom 26. April 19935 über die Zollansätze für Waren im Verkehr mit Rumänien;

  6. f.

    die Verordnung vom 14. Juni 19936 über die Zollansätze für Waren im Verkehr mit Bulgarien;

  7. g.

    die Verordnung vom 30. September 19937 über die Zollansätze für Waren im Verkehr mit Ungarn;

  8. h.

    die Verordnung vom 12. November 19938 über die Zollansätze für Waren im Verkehr mit Polen;

  9. i.

    die Verordnung vom 14. März 19949 über die Zollansätze für Waren aus den Färöer-Inseln.

  1. [AS 1992 823, 1315 Art. 5 Ziff. 3; 1994 1430 Art. 5]
  2. [AS 1992 1315; 1994 1430 Art. 7]
  3. [AS 1993 18; 1994 1430 Art. 6]
  4. [AS 1993 1319; 1994 1430 Art. 7; 1995 1466]
  5. [AS 1993 1482; 1994 1430 Art. 7]
  6. [AS 1993 2272; 1994 1430 Art. 7]
  7. [AS 1993 2773; 1994 1430 Art. 7]
  8. [AS 1993 2970; 1994 1430 Art. 7]
  9. [AS 1994 670]

Art. 7Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am 1. Juli 1995 in Kraft.

Anhänge

  • Liste der Abkommen und der Vereinbarungen in Form von Briefwechseln
  • Einfuhrzölle: Waren, Zollansätze und begünstigte Länder
  • Zusätzliche Einfuhrzölle: Waren, Zollansätze und begünstigte Länder
  • Einfuhrzölle für Lesotho: Waren und Zollansätze
  • Einfuhrzölle für das Vereinigte Königreich: Waren, Zollansätze und Zollkontingente

Die Anhänge sind auf Fedlex einsehbar.

Text: konsolidiertes Bundesrecht (Fedlex), Stand am 01.10.2026. Massgebend ist allein die amtliche Veröffentlichung. Hosting in Europa (DSGVO).