Verordnung des UVEK vom 3. November 2016 zur Überprüfung des Reinigungseffekts von Massnahmen zur Elimination von organischen Spurenstoffen bei Abwasserreinigungsanlagen
SR 814.201.231In KraftStand am 01.12.20164 Artikel
anhand welcher Substanzen der Reinigungseffekt von Massnahmen zur Elimination von organischen Spurenstoffen nach Artikel 61a Absatz 1 des Gewässerschutzgesetzes vom 24. Januar 19911 gemessen wird;
Für die Überprüfung des Reinigungseffekts von Massnahmen zur Elimination von organischen Spurenstoffen ist die Konzentration der nachfolgenden Substanzen zu messen. Sie werden in die Kategorie 1 (sehr gut eliminierbare Substanzen) und in die Kategorie 2 (gut eliminierbare Substanzen) eingeteilt:
a.
Kategorie 1:
–
Amisulprid (CAS-Nr. 71675-85-9),
–
Carbamazepin (CAS-Nr. 298-46-4),
–
Citalopram (CAS-Nr. 59729-33-8),
–
Clarithromycin (CAS-Nr. 81103-11-9),
–
Diclofenac (CAS-Nr. 15307-86-5),
–
Hydrochlorothiazid (CAS-Nr. 58-93-5),
–
Metoprolol (CAS-Nr. 37350-58-6),
–
Venlafaxin (CAS-Nr. 93413-69-5);
b.
Kategorie 2:
–
Benzotriazol (CAS-Nr. 95-14-7),
–
Candesartan (CAS-Nr. 139481-59-7),
–
Irbesartan (CAS-Nr. 138402-11-6),
–
4-Methylbenzotriazol (CAS-Nr. 29878-31-7) und 5-Methylbenzotriazol (CAS-Nr. 136-85-6) als Gemisch.
Die Berechnung des Reinigungseffekts hat aufgrund von mindestens sechs Substanzen zu erfolgen. Dabei muss das Verhältnis der Substanzen der Kategorie 1 zu den Substanzen der Kategorie 2 zwei zu eins betragen.
2
Sind bei den zu messenden Substanzen weniger als sechs Substanzen in einer ausreichenden Konzentration vorhanden, so legt die kantonale Behörde in Absprache mit dem Bundesamt für Umwelt soweit sinnvoll weitere Substanzen zur Berechnung des Reinigungseffekts fest.
3
Massgebend für die Erzielung des geforderten Reinigungseffekts ist der Mittelwert der prozentualen Eliminationen aller zur Berechnung herangezogenen Substanzen.