Législation

Verordnung des EDI vom 25. November 2013 über die zulässigen Zusatzstoffe in Lebensmitteln (Zusatzstoffverordnung, ZuV)

ZuVSR 817.022.31In KraftStand am 01.08.202621 Artikel

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  • AS 2026 371in Kraft am 01.08.2026
    aufgehoben: Art. 13a, 13b, 13c, 13d · eingefügt: Art. 13e
  • AS 2020 2365in Kraft am 01.07.2020
    eingefügt: Art. 11
  • AS 2017 1465in Kraft am 01.05.2017
    geändert: Art. 1, 2, 8, 9 · eingefügt: Art. 1a, 4, 9a, 9b · aufgehoben: Art. 6 und 7, 10, 11

3 Veröffentlichungen in der AS, die im geltenden Text zitiert werden.

Inhaltsverzeichnis
  1. 1. AbschnittBegriffe1
  2. 2. AbschnittAnforderungen an Zusatzstoffe und ihre Verwendung1a–8
  3. 3. AbschnittKennzeichnung9–9b
  4. 4. AbschnittInformationspflicht10
  5. 5. AbschnittNachführung der Anhänge11
  6. 6. AbschnittSchlussbestimmungen12–14

Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI), gestützt auf die Artikel 23 und 36 Absätze 3 und 4 der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung vom 16. Dezember 2016 (LGV), verordnet:

1. Abschnitt Begriffe

Art. 11

Ergänzend zu den Begriffen nach Artikel 2 LGV bedeuten in dieser Verordnung:

  1. a.

    Funktionsklasse: eine der in Anhang 1 aufgeführten Gruppen von Zusatzstoffen, geordnet nach der technologischen Funktion in Lebensmitteln;

  2. b.

    Lebensmittel ohne Zuckerzusatz: Lebensmittel ohne Zusatz von:

    1. 1.

      Monosacchariden oder Disacchariden,

    2. 2.

      Lebensmitteln, die Monosaccharide oder Disaccharide enthalten und wegen ihrer süssenden Eigenschaften eingesetzt werden;

  3. c.

    brennwertvermindertes Lebensmittel: Lebensmittel mit einem Brennwert, der gegenüber dem Brennwert des ursprünglichen Lebensmittels oder eines gleichartigen Erzeugnisses um mindestens 30 Prozent reduziert ist;

  4. d.

    Süssungsmittelpräparate oder Tafelsüssen: Zubereitungen zugelassener Süssungsmittel, die:

    1. 1.

      andere Zusatzstoffe nach Anhang 3 Ziffer 11.4 und Lebensmittelzutaten enthalten können, und

    2. 2.

      als Ersatz für Zuckerarten nach Artikel 80 der Verordnung des EDI vom 16. Dezember 20162 über Lebensmittel pflanzlicher Herkunft, Pilze und Speisesalz verwendet werden.

  1. Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 16. Dez. 2016, in Kraft seit 1. Mai 2017 (AS 2017 1465).
  2. SR 817.022.17

2. Abschnitt Anforderungen an Zusatzstoffe und ihre Verwendung

Art. 1aGrundsätze1

1

 Zusatzstoffe und Lebensmittel, denen ein oder mehrere Zusatzstoffe beigefügt wurden, dürfen nur nach den Vorgaben dieser Verordnung verwendet werden.

2

 Als Zusatzstoffe dürfen nur Stoffe nach Anhang 1a verwendet werden.

3

 Für Gruppen von Zusatzstoffen nach Anhang 2 gelten die gemeinsamen Verwendungsbedingungen.

4

 Die Zulässigkeit der Zusatzstoffe und der Gruppen von Zusatzstoffen in den einzelnen Lebensmitteln werden in Anhang 3 Buchstabe B geregelt.

5

 Ein Zusatzstoff muss gemäss guter Herstellungspraxis (GHP) verwendet werden. Die GHP gilt dann als eingehalten, wenn:

  1. a.

    der Zusatzstoff in einer Menge verwendet wird, die nicht grösser ist, als es zur Erzielung der gewünschten Wirkung erforderlich ist; und

  2. b.

    die Verwendung des Zusatzstoffs für die Konsumentinnen und Konsumenten nicht täuschend ist.

6

 Nicht als Zusatzstoffe gelten:

  1. a.

    Verarbeitungshilfsstoffe;

  2. b.

    Stoffe, die für den Schutz von Pflanzen oder Pflanzenerzeugnissen verwendet werden;

  3. c.

    Stoffe, die Lebensmitteln zu Ernährungszwecken zugefügt werden;

  4. d.

    Stoffe zur Behandlung von Trinkwasser;

  5. e.

    Monosaccharide, Disaccharide und Oligosaccharide und wegen ihrer süssenden Eigenschaften verwendete Lebensmittel, die diese Stoffe enthalten;

  6. f.

    Lebensmittel, getrocknet oder in konzentrierter Form, die bei der Herstellung von zusammengesetzten Lebensmitteln wegen ihrer aromatisierenden, geschmacklichen oder ernährungsphysiologischen Eigenschaften beigegeben werden und eine färbende Nebenwirkung haben;

  7. g.

    Stoffe, die zum Umhüllen oder Überziehen verwendet werden, aber nicht Teil der Lebensmittel sind und nicht mit diesem verzehrt werden sollen;

  8. h.

    Erzeugnisse, die Pektin enthalten und aus getrockneten Rückständen ausgepresster Äpfel, aus getrockneten Schalen von Zitrusfrüchten oder aus einer Mischung daraus durch Behandlung mit verdünnter Säure und anschliessender teilweiser Neutralisierung mit Natrium oder Kaliumsalzen gewonnen wurden;

  9. i.

    Kaubasen oder Kaumassen zur Herstellung von Kaugummi;

  10. j.

    Weiss- oder Gelbdextrin, geröstete oder dextrinierte Stärke, durch Säure- oder Alkalibehandlung modifizierte Stärke, gebleichte Stärke, physikalisch modifizierte Stärke und mit amylolytischen Enzymen behandelte Stärke;

  11. k.

    Blutplasma, Speisegelatine, Proteinhydrolysate und deren Salze, Milcheiweiss und Gluten;

  12. l.

    Aminosäuren sowie deren Salze, ausser Glutaminsäure, Glycin, Cystein und Cystin sowie deren Salze;

  13. m.

    Kaseinate und Kasein;

  14. n.

    Inulin;

  15. o.

    Aromen;

  16. p.

    Stoffe nach Artikel 2 Buchstaben a und d der Verordnung des EDI vom 16. Dezember 20162 über technologische Verfahren sowie technische Hilfsstoffe zur Behandlung von Lebensmitteln.

  1. Eingefügt durch Ziff. I der V des EDI vom 16. Dez. 2016, in Kraft seit 1. Mai 2017 (AS 2017 1465).
  2. SR 817.022.42

Art. 2Neue Zusatzstoffe1

1

 Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) kann auf begründeten Antrag hin weitere Zusatzstoffe in die Anhänge 1a–3 und 5 aufnehmen.

2

 Im Antrag muss nachgewiesen werden, dass die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

  1. a.

    Die vorgeschlagene Menge ist unbedenklich.

  2. b.

    Eine hinreichende technologische Notwendigkeit ist nachgewiesen, und das angestrebte Ziel kann mit anderen, wirtschaftlich und technisch praktikablen Methoden nicht erreicht werden.

  3. c.

    Die Konsumentinnen und Konsumenten werden durch die Verwendung des neuen Zusatzstoffs nicht getäuscht.

  4. d.

    Der Zusatzstoff bringt für die Konsumentinnen und Konsumenten Vorteile.

  5. e.

    Die gesuchstellende Person legt Unterlagen zur Analytik vor.

3

 Bei einem Antrag auf Aufnahme eines Zusatzstoffes, der als Süssungsmittel verwendet werden soll, muss zusätzlich zu den Voraussetzungen nach Absatz 2 nachgewiesen werden, dass eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

  1. a.

    Der Zusatzstoff dient als Zuckerersatz bei der Herstellung von brennwertverminderten Lebensmitteln, nicht kariogenen Lebensmitteln oder Lebensmitteln ohne Zuckerzusatz.

  2. b.

    Der Zusatzstoff dient als Zuckerersatz und durch seine Verwendung wird die Haltbarkeit des Lebensmittels verbessert.

  3. c.

    Der Zusatzstoff dient der Herstellung von Lebensmitteln nach Artikel 2 Buchstaben d–f der Verordnung des EDI vom 16. Dezember 20162 über Lebensmittel für Personen mit besonderem Ernährungsbedarf.

4

 Bei einem Antrag auf Aufnahme eines neuen Zusatzstoffes, der als Farbstoff verwendet werden soll, muss nachgewiesen werden, dass eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

  1. a.

    Der Zusatzstoff stellt das ursprüngliche Erscheinungsbild von Lebensmitteln wieder her, deren Farbe durch Verarbeitung, Lagerung, Verpackung und Vertrieb mit nachteiligen Folgen für die optische Akzeptanz beeinträchtigt worden ist.

  2. b.

    Der Zusatzstoff macht Lebensmittel äusserlich ansprechender.

  3. c.

    Der Zusatzstoff färbt normalerweise farblose Lebensmittel.

5

 Ein Antrag ist nicht erforderlich für Zusatzstoffe, die gemäss den für das Inverkehrbringen massgeblichen Vorschriften der Europäischen Union in der verwendeten Menge rechtmässig in Verkehr gebracht werden dürfen.

  1. Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 16. Dez. 2016, in Kraft seit 1. Mai 2017 (AS 2017 1465).
  2. SR 817.022.104

Art. 3Reinheitsanforderung

Zusatzstoffe haben den spezifischen Reinheitskriterien nach Anhang 4 zu entsprechen.

Art. 4Übertragene Zusatzstoffe

1

 Übertragene Zusatzstoffe sind Zusatzstoffe aus den Zutaten eines zusammengesetzten Lebensmittels.

2

 Die Übertragung (carry-over) ist zulässig, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

  1. a.

    Der Zusatzstoff ist in der verwendeten Zutat zugelassen, und das zusammengesetzte Lebensmittel ist nicht in Anhang 6 Ziffer 1 oder 2 aufgeführt.

  2. b.

    Der Zusatzstoff ist in den zugesetzten Zusatzstoffen, Enzymen oder Aromen zugelassen und durch diese übertragen worden, und er erfüllt im endgültigen Lebensmittel keine technologische Funktion.

  3. c.

    Der Zusatzstoff wird in einem Lebensmittel eingesetzt, das ausschliesslich für die Zubereitung eines zusammengesetzten Lebensmittels verwendet wird, und die Verwendung im zusammengesetzten Lebensmittel ist gemäss dieser Verordnung zulässig.

2bis

 Unabhängig von Absatz 2 ist die Übertragung von als Süssungsmittel verwendeten Zusatzstoffen in folgenden Fällen zulässig, sofern das Süssungsmittel für eine der Zutaten zulässig ist:

  1. a.

    bei zusammengesetzten Lebensmitteln ohne Zuckerzusatz;

  2. b.

    bei brennwertverminderten zusammengesetzten Lebensmitteln;

  3. c.

    bei zusammengesetzten Lebensmitteln als Tagesration für eine gewichtskontrollierende Ernährung;

  4. d.

    bei nicht kariogenen zusammengesetzten Lebensmitteln;

  5. e.

    bei zusammengesetzten Lebensmitteln mit verlängerter Haltbarkeit.1

3

 Wird ein Zusatzstoff in einem Aroma, Zusatzstoff oder Enzym einem Lebensmittel zugefügt und erfüllt er in diesem Lebensmittel eine technologische Funktion, so gilt er nicht als Zusatzstoff des zugefügten Aromas, Zusatzstoffes oder Enzyms, sondern als Zusatzstoff dieses Lebensmittels und muss somit den vorgegebenen Bedingungen für die Verwendung in diesem Lebensmittel entsprechen.2

4

 Übertragene Zusatzstoffe sind nicht zulässig in:

  1. a.

    Säuglingsanfangs- und in Folgenahrung;

  2. b.

    Getreidebeikost und anderer Beikost für Säuglinge und Kleinkinder;

  3. c.

    diätetischen Lebensmitteln für besondere medizinische Zwecke für Säuglinge und Kleinkinder.

5

 Die Ausnahmen von Absatz 4 sind in Anhang 5 Ziffer 5 Teil B geregelt.

  1. Eingefügt durch Ziff. I der V des EDI vom 16. Dez. 2016, in Kraft seit 1. Mai 2017 (AS 2017 1465).
  2. Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 16. Dez. 2016, in Kraft seit 1. Mai 2017 (AS 2017 1465).

Art. 5Zusatzstoff-, Aroma- und Enzympräparate

In Lebensmittelzusatzstoffen, -enzymen und -aromen dürfen nur die in Anhang 5 aufgeführten Lebensmittelzusatzstoffe unter den dort festgelegten Bedingungen verwendet werden.

Art. 8Zusatzstoffe in Zubereitungen mit Vitaminen, Mineralstoffen und bestimmten anderen Stoffen mit ernährungsbezogener oder physiologischer Wirkung1

In Zubereitungen mit Vitaminen, Mineralstoffen und bestimmten anderen Stoffen mit ernährungsbezogener oder physiologischer Wirkung dürfen nur die in Anhang 5 Ziffer 5 aufgeführten Zusatzstoffe verwendet werden.

  1. Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 16. Dez. 2016, in Kraft seit 1. Mai 2017 (AS 2017 1465).

3. Abschnitt Kennzeichnung

Art. 9Zusatzstoffe oder Zusatzstoffpräparate, die als solche an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden1

Werden Zusatzstoffe oder Zusatzstoffpräparate als solche an Konsumentinnen oder Konsumenten abgegeben, so müssen auf der Verpackung oder dem Etikett zusätzlich zu den Angaben nach Artikel 3 der Verordnung des EDI vom 16. Dezember 20162 betreffend die Information über Lebensmittel (LIV) folgende Angaben angebracht werden:

  1. a.

    der Hinweis «für Lebensmittel» oder «für Lebensmittel, begrenzte Verwendung» oder ein Hinweis auf die beabsichtigte Verwendung in Lebensmitteln;

  2. b.

    die Bezeichnung der Funktionsklasse nach Anhang 1;

  3. c.

    die Bestandteile mit den festgelegten Bezeichnungen in mengenmässig absteigender Reihenfolge; für Zusatzstoffe sind die Einzelbezeichnungen und die E-Nummern zu verwenden;

  4. d.

    der Verwendungszweck, die Gebrauchsanweisung und die Dosiervorschrift.

  1. Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 16. Dez. 2016, in Kraft seit 1. Mai 2017 (AS 2017 1465).
  2. SR 817.022.16

Art. 9aSüssungsmittelpräparate, die als solche an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden1

1

 Werden Süssungsmittelpräparate als solche an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben, so lautet die Sachbezeichnung nach Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe a LIV2 «Süssungsmittel auf Grundlage von …», gefolgt von der Einzelbezeichnung, wie «Saccharin». Anstelle von «Süssungsmittel» kann «Süssstoff», «Tafelsüssstoff» oder «Tafelsüsse» verwendet werden.

2

 Zusätzlich zu den Angaben nach Artikel 9 und Artikel 3 LIV müssen auf der Verpackung oder dem Etikett von Süssungsmittelpräparaten folgende Angaben angebracht werden:

  1. a.

    die Süsskraft, bezogen auf Saccharose, wie «eine Tablette entspricht der Süsskraft von einem Würfelzucker (4 g)»;

  2. b.

    der Hinweis «enthält eine Phenylalaninquelle» bei Süssungsmittelpräparaten, die Aspartam (E 951) oder Aspartam-Acesulfamsalz (E 962) enthalten;

  3. c.

    der Hinweis «kann bei übermässigem Verzehr abführend wirken» bei Süssungsmittelpräparaten, die Polyole enthalten.

  1. Eingefügt durch Ziff. I der V des EDI vom 16. Dez. 2016, in Kraft seit 1. Mai 2017 (AS 2017 1465).
  2. SR 817.022.16

Art. 9bZusatzstoffe oder Zusatzstoffpräparate, die nicht als solche an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden1

1

 Werden Zusatzstoffe oder Zusatzstoffpräparate nicht als solche an Konsumentinnen oder Konsumenten, sondern zur Weiterverarbeitung abgegeben, so müssen auf der Verpackung oder dem Behältnis zusätzlich zu den Angaben nach Artikel 3 Absatz 1 Buchstaben a, c, e–g, k und m LIV2 folgende Angaben angebracht werden:

  1. a.

    der Hinweis «zur Verwendung in Lebensmitteln» oder ein Hinweis auf die beabsichtigte Verwendung in Lebensmitteln;

  2. b.

    die Bestandteile mit den festgelegten Bezeichnungen in mengenmässig absteigender Reihenfolge; für Zusatzstoffe sind die Einzelbezeichnungen oder die E-Nummern zu verwenden;

  3. c.

    alle zur Einhaltung der Vorschriften über die Höchstmengen für Zusatzstoffe und Zutaten in den Endprodukten notwendigen Angaben.

2

 Es genügt, wenn die Angaben nach Absatz 1 Buchstabe c und diejenigen nach Artikel 3 Absatz 1 Buchstaben g und k LIV in den vor oder bei der Lieferung vorzulegenden Warenbegleitpapieren aufgeführt sind, sofern die Angabe «für die Herstellung von Lebensmitteln bestimmt, nicht für den Verkauf im Einzelhandel» auf der Verpackung oder dem Behältnis des betreffenden Erzeugnisses gut ersichtlich ist.

  1. Eingefügt durch Ziff. I der V des EDI vom 16. Dez. 2016, in Kraft seit 1. Mai 2017 (AS 2017 1465).
  2. SR 817.022.16

4. Abschnitt Informationspflicht

Art. 10…1

Hersteller und Verwender von Zusatzstoffen sind verpflichtet:

  1. a.

    dem BLV jede neue wissenschaftliche oder technische Information zu übermitteln, welche die Bewertung der Sicherheit eines Zusatzstoffes beeinflussen kann; und

  2. b.

    das BLV auf dessen Aufforderung hin über die Verwendung des betreffenden Zusatzstoffes zu informieren.

  1. Aufgehoben durch Ziff. I der V des EDI vom 16. Dez. 2016, mit Wirkung seit 1. Mai 2017 (AS 2017 1465).

5. Abschnitt Nachführung der Anhänge

Art. 11…1

1

 Das BLV passt die Anhänge dieser Verordnung regelmässig dem Stand von Wissenschaft und Technik sowie dem Recht der wichtigsten Handelspartner der Schweiz an.

2

 Es kann Übergangsbestimmungen festlegen.2

  1. Aufgehoben durch Ziff. I der V des EDI vom 16. Dez. 2016, mit Wirkung seit 1. Mai 2017 (AS 2017 1465).
  2. Eingefügt durch Ziff. I der V des EDI vom 27. Mai 2020, in Kraft seit 1. Juli 2020 (AS 2020 2365).

6. Abschnitt Schlussbestimmungen

Art. 12Aufhebung eines anderen Erlasses

Die Zusatzstoffverordnung vom 22. Juni 20071 wird aufgehoben.

  1. [AS 2007 2977, 20081291,20092047]

Art. 13Übergangsbestimmungen

1

 Lebensmittel dürfen noch bis zum 31. Dezember 2015 nach bisherigem Recht hergestellt, eingeführt und gekennzeichnet werden. Sie dürfen noch bis zur Erschöpfung der Bestände nach bisherigem Recht an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden.

2

 Lebensmittel, die Chinolingelb (E 104), Gelborange S (E 110) oder Conchenillerot A (Ponceau 4R) (E 124) enthalten, dürfen noch bis zur Erschöpfung der Bestände nach bisherigem Recht an Konsumentinnen und Konsument abgegeben werden.

3

 Provisorisch nach altem Recht bewilligte Zusatzstoffe dürfen noch bis zum Ablauf der Bewilligungsfrist hergestellt, eingeführt, gekennzeichnet und an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden.

Art. 13a1

  1. Eingefügt durch Ziff. I der V des BLV vom 14. Sept. 2015 (AS 2015 3409). Aufgehoben durch Ziff. I der V des BLV vom 19. Juni 2026, mit Wirkung seit 1. Aug. 2026 (AS 2026 371).

Art. 13b1

  1. Eingefügt durch Ziff. I der V des EDI vom 27. Mai 2020 (AS 2020 2365). Aufgehoben durch Ziff. I der V des BLV vom 19. Juni 2026, mit Wirkung seit 1. Aug. 2026 (AS 2026 371).

Art. 13c1

  1. Eingefügt durch Ziff. I der V des BLV vom 14. Febr. 2022 (AS 2022 124). Aufgehoben durch Ziff. I der V des BLV vom 19. Juni 2026, mit Wirkung seit 1. Aug. 2026 (AS 2026 371).

Art. 13d1

  1. Eingefügt durch Ziff. I der V des BLV vom 8. Dez. 2023 (AS 2023 827). Aufgehoben durch Ziff. I der V des BLV vom 19. Juni 2026, mit Wirkung seit 1. Aug. 2026 (AS 2026 371).

Art. 13eÜbergangsbestimmungen zur Änderung vom 19. Juni 20261

1

 Lebensmittel, die der Änderung vom 19. Juni 2026 nicht entsprechen, dürfen noch bis zum 31. Juli 2027 nach bisherigem Recht eingeführt, hergestellt und gekennzeichnet und noch bis zum Abbau der Bestände an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden.

2

 Lebensmittel mit Stärkenatriumoctenylsuccinat E 1450 in den Kategorien 13.1.5.1 (Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke für Säuglinge) und 13.1.5.2 (Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke für Säuglinge ab vier Monaten und Kleinkinder) dürfen noch bis zum 18. Februar 2028 nach bisherigem Recht eingeführt, hergestellt und gekennzeichnet und noch bis zum Abbau der Bestände an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden.

  1. Eingefügt durch Ziff. I der V des BLV vom 19. Juni 2026, in Kraft seit 1. Aug. 2026 (AS 2026 371).

Art. 14Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2014 in Kraft.

Anhänge

  • Funktionsklassen von Zusatzstoffen
  • Liste der zugelassenen Zusatzstoffe
  • Gruppen von Zusatzstoffen
  • Anwendungsliste
  • Spezifische Reinheitskriterien für Zusatzstoffe
  • Listen der Zusatzstoffe, inklusive Trägerstoffe zur Verwendung in Zusatzstoffen, Enzymen, Aromen und Vitaminen, Mineralstoffen und bestimmten anderen Stoffen mit ernährungsbezogener oder physiologischer Wirkung
  • Listen der Lebensmittel, in denen eine Übertragung eines Zusatzstoffes nicht zulässig ist

Die Anhänge sind auf Fedlex einsehbar.

Text: konsolidiertes Bundesrecht (Fedlex), Stand am 01.08.2026. Massgebend ist allein die amtliche Veröffentlichung. Hosting in Europa (DSGVO).