§ 1Volk und Staatsgewalt
Die Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird durch die Stimmberechtigten und die Behörden ausgeübt.

Keine laufenden Revisionsvorhaben.
Das Aargauer Volk in der Absicht die Verantwortung vor Gott gegenüber Mensch, Gemeinschaft und Umwelt wahrzunehmen, den Kanton in seiner Einheit und Vielfalt zu gestalten, Freiheit und Recht im Rahmen einer demokratischen Ordnung zu schützen, die Wohlfahrt aller zu fördern, die Entfaltung des Menschen als Individuum und als Glied der Gemeinschaft zu erleichtern, den Stand zu einer aktiven Mitarbeit an der Festigung und am Ausbau der Schweizerischen Eidgenossenschaft zu verpflichten, gibt sich nachstehende Verfassung:
Die Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird durch die Stimmberechtigten und die Behörden ausgeübt.
Volk und Behörden richten ihr Handeln am Rechte aus und verhalten sich nach Treu und Glauben. Jede öffentliche Tätigkeit muss ihren Zielen angemessen sein.
Der Kanton beteiligt sich nach Massgabe des Bundesrechts aktiv an der Gestaltung der Schweizerischen Eidgenossenschaft.
Er erfüllt umsichtig und loyal die ihm vom Bund übertragenen Aufgaben.
Der Kanton Aargau arbeitet bei allen Aufgaben, die sinnvollerweise interkantonal zu lösen sind, mit anderen Kantonen zusammen. Er fördert die gemeinschaftliche Tätigkeit der Kantone.
Der Kanton gliedert sich in Gemeinden.
Die Gemeinden ordnen und verwalten unter Aufsicht des Kantons ihre Angelegenheiten selbständig.
Das Kantons- und das Gemeindebürgerrecht werden durch das Gesetz geregelt.
Die Grundrechte binden alle öffentliche Gewalt.
Soweit sie ihrem Wesen nach dazu geeignet sind, verpflichten sie Privatpersonen untereinander.
Grundrechte dürfen nur eingeschränkt werden, soweit das Bundesrecht oder diese Verfassung es zulassen.
Für Personen, die in einem besonderen Abhängigkeitsverhältnis zum Staate stehen, dürfen die Grundrechte zusätzlich nur soweit eingeschränkt werden, als es das besondere öffentliche Interesse erfordert, das diesem Verhältnis zugrunde liegt.
Volk und Behörden achten und schützen die Würde des Menschen.
Alle Menschen sind vor dem Gesetze gleich.
Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Herkunft, seiner Sprache, seiner Rasse, seiner sozialen Stellung, seiner Bekenntniszugehörigkeit oder seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.
Die Glaubens- und Gewissensfreiheit ist unverletzlich.
Weltanschauliche Auffassungen und religiöse Vorschriften entbinden nicht von der Erfüllung bürgerlicher Pflichten.
Die Religionsgemeinschaften sind frei in der Gestaltung ihrer Lehre, ihrer Organisation und ihres Kultes.
Die Religionsgemeinschaften dürfen den öffentlichen Frieden unter den Angehörigen verschiedener Religionsgemeinschaften und die Rechte der Bürger nicht beeinträchtigen.
Jedermann hat das Recht, sich seine Meinung frei zu bilden und sie in Wort, Schrift, Bild oder in anderer Weise ungehindert zu äussern und zu verbreiten sowie die Meinungsäusserung anderer frei zu empfangen.
Jedermann hat das Recht, Informationen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind, zu erhalten und ihm bekannte Tatsachen weiterzuverbreiten.
Vorbehalten bleiben Bestimmungen zum Jugendschutz und zum Schutz der persönlichen Verhältnisse sowie Gesetze über die Massenmedien.
Die Zensur ist untersagt.
Nicht unter den Schutz der Meinungsfreiheit fällt die Aufforderung zu strafbaren Handlungen.
Die wissenschaftliche Lehre und Forschung sowie die künstlerische Betätigung sind frei. Lehre und Forschung haben die Würde der Kreatur zu achten.
Die persönliche Freiheit ist unverletzlich. Jedermann hat das Recht auf Leben, körperliche und geistige Unversehrtheit und Bewegungsfreiheit.
Die Geheim- und Intimsphäre des Privat- und Familienlebens, der Schutz vor Datenmissbrauch, die Unverletzlichkeit der Wohnung sowie das Brief- und Fernmeldegeheimnis sind gewährleistet.
Vorbehalten sind im Gesetz vorgesehene Massnahmen zum Schutze der Jugend und der Gesundheit, zur Ermöglichung der Fürsorge, der Rechtspflegeverfahren, der Strafverfolgung und des Strafvollzuges. Zulässig sind ferner vorübergehende Eingriffe zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit.
Beeinträchtigungen der Willensfreiheit, Folterungen und andere menschenunwürdige Behandlungen sind in keinem Falle zulässig.
Alle Schweizer haben das Recht der Freizügigkeit auf dem ganzen Kantonsgebiet. Sie können sich an jedem Orte niederlassen und jederzeit ausreisen.
Die Versammlungsfreiheit ist gewährleistet.
Versammlungen auf öffentlichem Grund können beschränkt werden, sofern sie eine schwere und unmittelbare Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit darstellen.
Die Vereinigungsfreiheit ist gewährleistet, sofern die verfolgten Zwecke und die angewendeten Mittel nicht rechtswidrig sind.
Niemand darf zur Mitgliedschaft in einer privatrechtlichen Vereinigung gezwungen werden.
Jedermann kann an die Behörden Gesuche und Eingaben richten. Diese sind zu beantworten.
Jede Person hat das Recht auf freie Wahl und Ausübung eines Berufes sowie auf freie wirtschaftliche Betätigung.1
Vorbehalten sind polizeiliche Bestimmungen, die kantonalen Regalrechte und die nach Massgabe des Bundesrechts zulässigen wirtschaftspolitischen Massnahmen.
Das Eigentum und vermögenswerte Rechte sind gewährleistet. Die Gesetzgebung umschreibt ihren Inhalt.
Eigentumsbeschränkungen können im öffentlichen Interesse auf gesetzlicher Grundlage vorgenommen werden.
Enteignungen dürfen nur nach Massgabe des Gesetzes durch den Grossen Rat oder den Regierungsrat angeordnet werden.
Bei Enteignungen und Eigentumsbeschränkungen, die einer Enteignung gleichkommen, ist volle Entschädigung zu leisten.
Die Betroffenen haben in behördlichen Verfahren Anspruch auf rechtliches Gehör und faire Behandlung.
Unbeholfene dürfen in den Verfahren nicht benachteiligt werden. Wenig Bemittelte haben Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege.
Jeder, dem die Bewegungsfreiheit entzogen wird, muss unverzüglich und verständlich über die Gründe der Massnahme unterrichtet werden. Er hat Anspruch auf rechtliches Gehör vor einem Richter oder einem gesetzlich besonders ermächtigten Beamten innert 24 Stunden seit der Festnahme und auf Überprüfung des Freiheitsentzuges durch einen Richter.
Erweist sich ein Freiheitsentzug oder eine andere schwere Beschränkung der persönlichen Freiheit als ungesetzlich oder unbegründet, schuldet das verantwortliche Gemeinwesen vollen Ersatz des Schadens und allenfalls Genugtuung.
Die Rückwirkung von Erlassen ist unzulässig, wenn sie zu einer unverhältnismässigen Belastung führt.
Der Staat fördert die allgemeine Wohlfahrt und die soziale Sicherheit.
In Beachtung der Verantwortung des Einzelnen trifft er im Rahmen seiner Gesetzgebungsbefugnisse und des Bundesrechts Vorkehren, damit jedermann:
sich nach seinen Fähigkeiten und Neigungen bilden und weiterbilden kann;
seinen Unterhalt durch angemessene Arbeit bestreiten kann und gegen den ungerechtfertigten Verlust des Arbeitsplatzes und die Folgen der Arbeitslosigkeit geschützt ist;
eine angemessene Wohnung zu tragbaren Bedingungen finden kann;
die für seine Existenz unerlässlichen Mittel hat.
Für die Erfüllung der Aufgaben, die dem Kanton nicht durch Bundesrecht übertragen sind, muss eine verfassungsrechtliche Grundlage gegeben sein.
Dieser Vorbehalt gilt nicht für die Gemeinden.
Wenn in diesem Abschnitt der Verfassung die Gemeinden ausdrücklich genannt werden, sind sie berechtigt und verpflichtet, die erwähnten Aufgaben wahrzunehmen.
Kanton und Gemeinden gewährleisten die öffentliche Ordnung und Sicherheit. Sie schützen insbesondere Leben, Freiheit, Gesundheit und Sittlichkeit. Sie wenden soziale Notstände ab.
Jedes Kind hat Anspruch auf eine seinen Fähigkeiten angemessene Bildung.
Der Kanton unterstützt die Eltern bei der Erziehung und Bildung der Kinder.
Das Schulwesen wird durch Gesetz geordnet.
Träger des obligatorischen Volksschulunterrichts sind die Gemeinden oder die Gemeindeverbände.3
Der Kanton unterstützt die Gemeinden und die Gemeindeverbände bei der Erfüllung dieser Aufgaben, insbesondere durch die Entlöhnung der Lehrpersonen und Mitglieder der Schulleitungen an den Volksschulen.4
Die Gemeinden und Gemeindeverbände beteiligen sich am Personalaufwand der Volksschulen. Das Gesetz legt den Rahmen der Beteiligung fest.5
Der Kanton unterstützt oder führt Sonderschulen und Heime.
Er beaufsichtigt die Volksschulen sowie die Sonderschulen und Heime.6
Der Kanton führt die Mittelschulen und die Lehrerbildungsanstalten.
Er unterstützt die berufliche Aus- und Weiterbildung und übt die Aufsicht über das Berufsbildungswesen aus. Er kann Berufsschulen und Lehrgänge zur Vorbereitung auf höhere Fachschulen führen.
Er sorgt für die allgemein bildende Schulung aller Jugendlichen, auch jener, die keinen geregelten Lehrgang durchlaufen.
Er fördert die Erwachsenenbildung.
Durch Gesetz werden festgelegt:
die Entscheidungsbefugnisse des Erziehungsrates und seine Zuständigkeiten als vorberatendes Organ des Regierungsrates;
die Zuständigkeiten der Bezirksschulräte und der Gemeinderäte.
Der Kanton leistet einen angemessenen Beitrag an das schweizerische Hochschul- und Fachschulwesen sowie an die wissenschaftliche Forschung.
Er kann eine Hochschule, Forschungseinrichtungen oder höhere Fachschulen führen.
Der Kanton kann anerkannte Privatschulen unterstützen.
Privatschulen der Volksschulstufe unterstehen der Aufsicht des Kantons.
Der Unterricht an öffentlichen Schulen und Bildungsanstalten ist für Kantonseinwohnerinnen und Kantonseinwohner unentgeltlich. Ausnahmen bestimmt das Gesetz.1
…2
Für Kinder, die wegen der Lage ihres Wohnortes oder aus sozialen Gründen oder wegen Behinderung benachteiligt sind, sorgen die Träger der Schulen für ausgleichende Massnahmen.
Der Kanton kann Ausbildungsbeiträge gewähren.
Der Unterricht an öffentlichen Schulen hat das Recht der Eltern auf Erziehung und Bildung ihrer Kinder und die Persönlichkeit der Schüler zu achten.
Die Lehrer an öffentlichen Schulen sind im Unterricht an die verfassungsmässige Grundordnung und an die staatlichen Lehrziele gebunden.
Der Kanton fördert kulturelles schaffen und Gemeinschaftsleben.
Er sorgt für die Erhaltung der Kulturgüter. Er schützt insbesondere erhaltenswerte Ortsbilder sowie historische Stätten und Baudenkmäler.
Er unterhält Einrichtungen für die Pflege der Wissenschaften, der Künste und des Volkstums.
Der Kanton erlässt ein Gesetz über die Massenmedien, insbesondere um die Vielfalt der Information zu fördern.
Der Kanton trifft Vorkehren zur Erhaltung und Stärkung der Familie.
Der Kanton und die Gemeinden berücksichtigen bei allen ihren Tätigkeiten die Anliegen und Bedürfnisse der Jugend.
Der Kanton und die Gemeinden können die Schaffung entsprechender Infrastrukturen unterstützen.
Der Kanton sorgt in Zusammenarbeit mit Gemeinden und privaten Organisationen für hilfsbedürftige Menschen. Sie fördern die Vorkehren zur Selbsthilfe.
Er kann Vorsorge- und Fürsorgeeinrichtungen sowie ergänzende Einrichtungen zu den Sozialversicherungen des Bundes schaffen oder unterstützen.
Er unterstützt oder führt Heime im Rahmen der Sozialhilfe.
Er sorgt für die Milderung der Arbeitslosigkeit und trifft Massnahmen für die Umschulung und Weiterbildung.
Der Kanton regelt durch Gesetz die Grundzüge der Rechte und Pflichten der Gefangenen im Straf- und Massnahmenvollzug, der Untersuchungsgefangenen sowie der aus fürsorgerischen Gründen Eingewiesenen.
Der Kanton trifft im Zusammenwirken mit den Gemeinden und Privaten Vorkehren zur Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit.
Er schafft Voraussetzungen für eine angemessene medizinische Versorgung der gesamten Bevölkerung. Er fördert die häusliche Krankenpflege.
Er fördert und beaufsichtigt die medizinischen Anstalten. Er kann eigene Einrichtungen schaffen.
Er unterstützt die Forschung sowie die Aus- und Weiterbildung des Medizinalpersonals.
Er überwacht und koordiniert das Medizinalwesen.
Er fördert Turnen und Sport.
Kanton und Gemeinden sorgen durch ihre Rechtssetzung und bei der Wahrnehmung aller ihrer Zuständigkeiten für den grösstmöglichen Schutz des Menschen und seiner natürlichen Umwelt gegen schädliche und lästige Einwirkungen.
Namentlich sind Luft und Wasser rein zu halten, die Schönheit und Eigenart der Landschaft und die Fruchtbarkeit des Bodens zu bewahren und der Lärm einzudämmen.
Kanton und Gemeinden erlassen die nötigen Bestimmungen zur Erhaltung und zum Schutz von Tier- und Pflanzenwelt, eigenartigen Bodenformen, Gesteinen und Gewässern. Bei der Ausbeutung von Rohstoffen ist auf das Landschaftsbild besonders Rücksicht zu nehmen.
Sie schaffen und unterhalten Schutzgebiete.
Der Kanton Aargau schafft innert zwanzig Jahren nach Inkrafttreten dieser Verfassungsbestimmung zum Schutze des bedrohten Lebensraumes der Flussauen und zur Erhaltung der landschaftlich und biologisch einzigartigen, national bedeutsamen Reste der ehemaligen Auengebiete einen Auen-Schutzpark. Dieser setzt sich, ausgehend vom Wassertor der Schweiz, aus Teilflächen längs der Flüsse Aare und Reuss und ihrer Zuflüsse zusammen. Er weist eine Gesamtfläche von mindestens einem Prozent der Kantonsfläche auf.1
Kanton und Gemeinden setzen sich für die Begrenzung des Klimawandels ein und stärken ihre Fähigkeit zur Anpassung an dessen nachteilige Auswirkungen. Sie berücksichtigen dabei die Ziele des Bundes und der für die Schweiz verbindlichen internationalen Abkommen.
Kanton und Gemeinden schützen die Heilquellen und Heilbäder sowie deren Ruhe- und Erholungslandschaft.
Die Gemeinden sorgen nach Massgabe des kantonalen Rechts für die umweltgerechte Ableitung des Abwassers und die Beseitigung der Abfälle. Der Kanton kann besondere Aufgaben der Abfallbeseitigung übernehmen. Die Wiederverwertung von Altstoffen ist zu fördern.
Der Kanton, die Gemeinden und Gemeindeverbände stellen die geordnete Besiedlung des Landes und die zweckmässige Nutzung des Bodens sicher. Sie berücksichtigen bei allen ihren Tätigkeiten die Ziele und Erfordernisse der Raumplanung.
Der Kanton stellt Vorschriften über die öffentlichen Sachen sowie über deren Gebrauch und Nutzung auf.
Kanton und Gemeinden erlassen Bauvorschriften sowie Bestimmungen über Landerschliessungen. Der Kanton regelt Landumlegungen und Grenzbereinigungen.
Der Kanton ordnet das Vermessungs- und Katasterwesen.
Er kann den sozialen Wohnungsbau, die Wohnbausanierung und die Streuung des Wohnungseigentums fördern.
Der Kanton kann in Zusammenarbeit mit den Gemeinden nichtsesshaften ethnischen Minderheiten geeignete Örtlichkeiten für einen befristeten Aufenthalt zur Verfügung stellen.
Der Kanton und die Gemeinden ordnen das Verkehrs- und das Strassenwesen.
Sie sorgen für eine volkswirtschaftlich möglichst günstige und umweltgerechte Verkehrsordnung.
Der Kanton fördert zusammen mit den Gemeinden den öffentlichen Verkehr.
Der Kanton strebt in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern die Wahrung des sozialen Friedens und die ausgeglichene Entwicklung der Wirtschaft an.
Dabei soll die Wirtschaft leistungsfähig sein, den höchstmöglichen Beschäftigungsgrad halten, regionale Ausgleiche herstellen, sich Vielgestaltig und umweltgerecht entfalten sowie eine breite Eigentumsstreuung ermöglichen.
Der Kanton trifft Massnahmen, um die Regelungsdichte und die administrative Belastung für die Wirtschaft so gering wie möglich zu halten. Er berücksichtigt dabei insbesondere die Anliegen der kleinen und mittelgrossen Unternehmen.1
Der Kanton richtet seine eigenen wirtschaftlich bedeutsamen Tätigkeiten auf die Ziele der kantonalen Wirtschaftspolitik aus.
Der Kanton ordnet durch Gesetz:
die Förderung einer leistungsfähigen, nachhaltig produzierenden und auf die Versorgungssicherheit ausgerichteten Landwirtschaft sowie Massnahmen zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und zur Pflege der Kulturlandschaft;
die Sicherstellung einer funktionsgerechten Bewirtschaftung aller Wälder.
…2
Der Kanton erlässt im Rahmen der bundesrechtlichen Vorbehalte und Ermächtigungen die Vorschriften, die eine geordnete Ausübung der wirtschaftlichen Tätigkeiten sicherstellen.
Der Kanton fördert und koordiniert die Vorkehren der Gemeinden zur Sicherstellung der Wasserversorgung.
Der Kanton fördert die umweltgerechte und wirtschaftliche Energieversorgung sowie die sparsame Energieverwendung. Er kann Versorgungsbetriebe errichten und unterhalten oder sich an Werken beteiligen.
Der Grosse Rat kann Rechtsform, Aufgaben und Organisation der Versorgungsbetriebe regeln, soweit das Gesetz keine Bestimmungen enthält. Er beschliesst über Beteiligungen des Kantons.1
Dem Kanton stehen zur ausschliesslichen wirtschaftlichen Betätigung zu:
die Jagd;
die Fischerei;
die Gewinnung von Bodenschätzen;
der Salzverkauf;
die Fassung und Nutzung von öffentlichen Gewässern, Heilquellen und Thermalwasser;
die Gebäudefeuerversicherung;
die Nutzung des tiefen Untergrunds.
Der Kanton kann diese Befugnisse selber ausüben oder durch Gesetz oder Konzession auf Dritte übertragen. Bestehende Privatrechte an Regalgütern bleiben vorbehalten.
Der Kanton kann durch Gesetz Versicherungen obligatorisch erklären sowie Versicherungseinrichtungen schaffen oder unterstützen.
Der Kanton unterhält zur Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung eine Kantonalbank.
Der Kanton kann sich auf Grund von Gesetzen zur Erfüllung seiner Aufgaben an gemischtwirtschaftlichen und privaten Unternehmungen beteiligen.
Stimmberechtigt sind alle Schweizer Bürgerinnen und Bürger, die das 18. Altersjahr zurückgelegt haben, im Kanton Aargau wohnen und nicht wegen dauernder Urteilsunfähigkeit unter umfassender Beistandschaft stehen oder durch eine vorsorgebeauftragte Person vertreten werden.1
Das Stimmrecht berechtigt und verpflichtet, an Wahlen und Abstimmungen sowie an Gemeindeversammlungen teilzunehmen.
Stimmberechtigt für die Wahl des Ständerats sind abweichend von Absatz 1 auch Schweizer Bürgerinnen und Bürger, die im Ausland wohnen und in eidgenössischen Angelegenheiten im Kanton Aargau stimmberechtigt sind.2
Das Stimmrecht wird in der Gemeinde ausgeübt, wo der Stimmberechtigte wohnt und angemeldet ist. Ausnahmen bestimmt das Gesetz.
Für Schweizer Bürger gibt es keine Warte- und Anpassungsfristen.
Die Stimmberechtigten wählen:
den Grossen Rat;
den Verfassungsrat;
den Regierungsrat;
die Ständeräte;
die Bezirksgerichtspräsidentinnen und Bezirksgerichtspräsidenten sowie die Bezirksrichterinnen und Bezirksrichter mit Ausnahme der Fachrichterinnen und Fachrichter der Bezirksgerichte;
die Friedensrichterinnen und Friedensrichter;
…1
Gemeindebehörden gemäss den Bestimmungen dieser Verfassung und des Gesetzes;
weitere durch das Gesetz bezeichnete Behörden und Beamte.
Der Grosse Rat, der Verfassungsrat und die Einwohnerräte werden nach dem gleichen Verhältniswahlverfahren gewählt. Für die Wahl des Grossen Rates und des Verfassungsrates kann durch Gesetz ein Quorum festgelegt werden.2
Alle andern Behörden werden im Mehrheitswahlverfahren bestellt.3
Der Volksabstimmung unterliegen im jedem Fall:
Verfassungsänderungen;
Gesetze, wenn sie nicht von der absoluten Mehrheit aller Mitglieder des Grossen Rates angenommen worden sind; ist dieses Quorum erreicht, kann ein Viertel aller Mitglieder des Grossen Rates das Gesetz gleichwohl der Volksabstimmung unterstellen;
Grossratsbeschlüsse und Volksinitiativbegehren über die Einleitung der Totalrevision der Verfassung;
Volksinitiativbegehren auf Erlass, Änderung und Aufhebung von Verfassungsbestimmungen oder Gesetzen, sofern der Grosse Rat ihnen keine Folge geben will oder ihnen Gegenvorschläge gegenüberstellt;
Grossratsbeschlüsse gemäss § 63 Abs. 1 Bst. b–d und f dieser Verfassung, wenn sie nicht von der absoluten Mehrheit aller Mitglieder des Grossen Rates angenommen worden sind; ist dieses Quorum erreicht, kann ein Viertel aller Mitglieder des Grossen Rates den Grossratsbeschluss gleichwohl der Volksabstimmung unterstellen.
Beschlüsse der Gemeindeversammlung oder des Einwohnerrates unterliegen nach Massgabe von Gesetz und Gemeindeordnung der obligatorischen Volksabstimmung.
Auf Begehren von 3000 Stimmberechtigten werden der Volksabstimmung unterbreitet:
Gesetze;
die vom Gesetz bezeichneten grundlegenden Pläne der staatlichen Tätigkeit, wenn sie verbindlich sind;
die vom Grossen Rat genehmigten internationalen und interkantonalen Verträge;
Beschlüsse des Grossen Rates über neue einmalige Ausgaben von mehr als 5 Millionen Franken oder über neue jährlich wiederkehrende Ausgaben von mehr als 500 000 Franken;
Beschlüsse des Grossen Rates über die Aufnahme fremder Gelder, die zu einer Höherverschuldung des Kantons führen;
weitere durch Gesetz bezeichnete Beschlüsse des Grossen Rates.1
Die Volksabstimmung über neue Ausgaben betreffend Bauten und Baubeiträge darf nur ausgeschlossen und die endgültige Zuständigkeit der Behörden angeordnet werden, sofern durch Gesetz oder durch einen Beschluss des Grossen Rates, welcher der Volksabstimmung untersteht,
die Kosten bestimmt sind oder
bei kantonalen Bauten Objekt und Standort festgelegt sind oder
bei Baubeiträgen die Objekte bezeichnet sind.2
Der Grosse Rat darf ermächtigt werden, für einen besonderen Zweck fremde Gelder aufzunehmen, sofern deren Höhe durch Gesetz oder durch einen Beschluss des Grossen Rates, welcher der Volksabstimmung untersteht, festgelegt ist.3
Beschlüsse der Gemeindeversammlung oder des Einwohnerrates unterliegen nach Massgabe von Gesetz und Gemeindeordnung der fakultativen Volksabstimmung.
3000 Stimmberechtigte können das Begehren auf Totalrevision der Verfassung oder auf Erlass, Änderung und Aufhebung einzelner Verfassungsbestimmungen oder eines Gesetzes stellen.
Volksinitiativbegehren werden als allgemeine Anregung oder, sofern sie nicht die Totalrevision der Verfassung verlangen, als ausgearbeitete Vorlagen eingereicht. Volksinitiativbegehren auf Teilrevision der Verfassung müssen sich auf einen einheitlichen Regelungsbereich beschränken.
Der Grosse Rat prüft vorweg, ob ein Volksinitiativbegehren den Formvorschriften nachkommt, dem Bundesrecht nicht widerspricht und, sofern es sich auf Gesetzesrecht bezieht, dem kantonalen Verfassungsrecht gemäss ist. Genügt es einem Erfordernis nicht, wird es als ungültig erklärt.
Handelt es sich um ein gültiges Volksinitiativbegehren in der Form der allgemeinen Anregung, so hat der Grosse Rat eine entsprechende Vorlage auszuarbeiten. Will der Grosse Rat dem Volksinitiativbegehren keine Folge geben, so entscheidet das Volk, ob er dem Begehren nachzukommen habe.
Der Grosse Rat kann einem Volksinitiativbegehren einen Gegenvorschlag gegenüberstellen. In diesem Falle hat das Volk gleichzeitig in einer Hauptabstimmung über die Volksinitiative und in einer Eventualabstimmung über den Gegenvorschlag zu entscheiden.
Bei der Vorbereitung von Vorlagen können der Grosse Rat oder der Regierungsrat die politischen Kantonalparteien und interessierte Organisationen anhören.
Unterliegen Vorlagen der obligatorischen oder fakultativen Volksabstimmung, darf auf eine Anhörung nicht verzichtet werden. Jedermann kann Vorschläge unterbreiten.
Politische Parteien wirken bei der Meinungs- und Willensbildung der Stimmberechtigten mit.
Kantonalparteien, deren Ziele und innere Ordnung demokratischen Grundsätzen entsprechen, können durch Gesetz Beiträge zugesprochen werden.
Die Behörden stellen die rechtmässige und wirksame Tätigkeit des Staates sicher. Sie wahren das öffentliche Interesse.
Die Organisation der Behörden richtet sich am Grundsatz der Gewaltenteilung aus.
In den Grossen Rat, in den Regierungsrat, in die Gerichte und in die durch diese Verfassung festgesetzten Ämter sind die Stimmberechtigten des Kantons wählbar. Ausnahmen für die Gerichte bestimmt das Gesetz.1
Für Ämter, die besondere Kenntnisse erfordern, können zusätzliche Wählbarkeitsvoraussetzungen aufgestellt werden.
Niemand kann gleichzeitig Mitglied des Grossen Rates und des Regierungsrates oder Mitglied einer dieser Behörden und des Obergerichtes oder des Justizgerichtes sein. Weitere Unvereinbarkeiten werden durch Gesetz festgelegt.2
Wer in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis des kantonalen Rechtes steht, kann dem Grossen Rat nicht angehören. Ausnahmen, die mit dem Grundsatz der Gewaltenteilung vereinbar sind, bestimmt das Gesetz.
Mitglieder von Behörden und Beamte haben sich bei Geschäften, die sie unmittelbar betreffen, in den Ausstand zu begeben.
Die Amtsdauer der Behörden beträgt vier Jahre.
Das Gesetz legt unter Beachtung von § 61 fest, welche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Amtsdauer gewählt und welche vertraglich angestellt werden.2
Der Sitz des Grossen Rates, des Regierungsrates und des Obergerichtes ist Aarau.
Die Amtssprache ist Deutsch. Behörden und Amtsstellen können auch in anderen Landessprachen oder in englischer Sprache verkehren, wenn anderen Verfahrensbeteiligten daraus keine Nachteile erwachsen.
Jede Person ist befugt, Einsicht in amtliche Akten zu nehmen.1
Die Verhandlungen des Grossen Rates und der Gerichte sind öffentlich.2
Das Gesetz bezeichnet die durch die öffentlichen und privaten Interessen gebotenen Ausnahmen.
Die Öffentlichkeit wird laufend über die Tätigkeit der Behörden informiert.
Der Regierungsrat stellt die ausgewogene Information der Stimmberechtigten im Hinblick auf kantonale Volksabstimmungen sicher.
Die Mitglieder von Behörden und die Beamten werden vor Amtsantritt auf Verfassung und Gesetz verpflichtet.
Der Kanton und die Gemeinden haften für den Schaden, den ihre Behörden, Beamten und übrigen Mitarbeitenden in Ausübung der amtlichen Tätigkeit Dritten widerrechtlich verursachen. Sie haften auch für rechtmässig verursachte Schäden, wenn Einzelne davon schwer betroffen sind und ihnen nicht zugemutet werden kann, den Schaden selbst zu tragen. Das Gesetz kann Ausnahmen vorsehen und regelt die Geltendmachung des Haftungsanspruchs.1
Organisationen und Personen, die übertragene öffentliche Aufgaben erfüllen, haften für den von ihnen widerrechtlich verursachten Schaden mit ihrem Vermögen; reicht dieses zur Deckung des Schadens nicht aus, haftet das auftraggebende Gemeinwesen für den Ausfall. Das Gesetz kann Ausnahmen vorsehen und regelt die Geltendmachung des Haftungsanspruchs.2
Das Gesetz regelt den Rückgriff von Kanton und Gemeinden auf die Person, die den Schaden gemäss Absatz 1 und 2 verursacht hat.3
Für Äusserungen im Grossen Rat und in seinen Kommissionen sind die Mitglieder des Grossen Rates rechtlich nicht verantwortlich. Der Grosse Rat ist jedoch befugt, hinsichtlich einer Äusserung die Straffreiheit aufzuheben, wenn diese offensichtlich missbraucht wird.
Der Grosse Rat ist die gesetzgebende und die oberste aufsichtsführende Behörde des Kantons.
Er besteht aus hundertvierzig Mitgliedern.2
Das Gesetz regelt die Vertretung längerfristig verhinderter Mitglieder.3
Das Volk bestellt den Grossen Rat nach dem Verhältniswahlverfahren.
Wahlkreise sind die Bezirke. Die Zuteilung der Sitze an die politischen Gruppierungen erfolgt entsprechend deren Wählerstärke im Kanton.1
Die Mandate werden nach Massgabe der Wohnbevölkerung auf die Wahlkreise verteilt.2
Der Grosse Rat erlässt in der Form des Gesetzes alle wichtigen Bestimmungen, insbesondere diejenigen, welche die Rechte und Pflichten der Bürger oder Grundzüge der Organisation des Kantons und der Gemeinden festlegen. Er regelt den Vollzug des Bundesrechts durch Gesetz, soweit das Bundesrecht, diese Verfassung oder Gesetze nichts anderes bestimmen.1
Er kann für ausführende Bestimmungen Dekrete erlassen, soweit die Gesetze ihn dazu ausdrücklich ermächtigen. Dekrete unterliegen keiner Volksabstimmung.
Gesetze bedürfen der zweimaligen Beratung.
Gesetze, deren Inkrafttreten keinen Aufschub erträgt, können sofort in Kraft gesetzt werden, wenn die absolute Mehrheit aller Mitglieder des Grossen Rates die Dringlichkeit beschliesst. Diese Gesetze unterstehen der nachträglichen Volksabstimmung gemäss § 62 Abs. 1 Bst. b oder § 63 Abs. 1 Bst. a dieser Verfassung.2
Das Gesetz kann die Anwendbarkeit privater Ausführungsbestimmungen vorsehen. Es regelt die Voraussetzungen und Grenzen der Anwendbarkeit.3
Der Grosse Rat genehmigt die vom Gesetz bezeichneten Pläne der staatlichen Tätigkeiten.
Das Gesetz regelt die Bindung der Behörden, die Mitbeteiligung des Grossen Rates sowie das Verfahren.
Der Grosse Rat übt die Oberaufsicht über alle Behörden und Organe aus, die kantonale Aufgaben wahrnehmen.
Der Grosse Rat setzt das Budget fest und genehmigt den Jahresbericht mit der Jahresrechnung.2
Er beschliesst unter Vorbehalt der Zuständigkeiten des Volkes über neue Ausgaben und die Aufnahme fremder Gelder.
Der Grosse Rat
genehmigt die internationalen und interkantonalen Verträge, soweit nicht der Regierungsrat durch Gesetz zum endgültigen Abschluss als zuständig erklärt wird;
kann zu den Vernehmlassungen, die der Regierungsrat an Bundesbehörden richtet, Stellung nehmen;
entscheidet Zuständigkeitskonflikte zwischen kantonalen Behörden;
regelt die vom Kanton ausgerichteten Besoldungen, Pensionen, Ruhegehälter und allfällige Invaliden- und Hinterbliebenenrenten;
setzt die dem Kanton und seinen Anstalten zukommenden Gebühren fest, soweit Gesetze nichts anderes vorsehen;
erlässt allgemeinverbindliche Raumnutzungspläne des Kantons;
wählt:
die Präsidentinnen und Präsidenten sowie die Mitglieder der für das ganze Kantonsgebiet zuständigen Gerichte, mit Ausnahme des Zwangsmassnahmengerichtes und der Schlichtungsstelle für Gleichstellungsfragen,
die Vizepräsidentin oder den Vizepräsidenten des Obergerichtes,
die stimmberechtigten Mitglieder der Justizleitung;
verleiht das Kantonsbürgerrecht an Ausländer;
übt das Begnadigungsrecht aus;
regelt durch Dekret das öffentliche Beschaffungswesen.
Weitere Zuständigkeiten können dem Grossen Rat durch Gesetz eingeräumt werden, sofern sie nicht rechtsetzender Natur sind.
Erfordern internationale oder interkantonale Verträge Verfassungsänderungen, sind diese vor der Genehmigung oder dem endgültigen Abschluss vorzunehmen.
Das Präsidium des Grossen Rates besteht aus dem Präsidenten und zwei Vizepräsidenten. Der Präsident und die beiden Vizepräsidenten werden jährlich neu gewählt.1
Der Grosse Rat kann zur Vorbereitung der Beratungen Kommissionen aus seiner Mitte bilden.
Durch Gesetz können diesen Kommissionen bestimmte Entscheidungsbefugnisse aus den Zuständigkeiten des Grossen Rates übertragen werden. Dem Grossen Rat muss jedoch die Möglichkeit gewahrt bleiben, ein einzelnes Geschäft an sich zu ziehen.
Die Mitglieder des Grossen Rates können Fraktionen bilden. Diesen werden Beiträge ausgerichtet.
Das Recht, dem Grossen Rat neue Gegenstände zur Beratung zu unterbreiten, haben die Mitglieder, die Fraktionen und ständigen Kommissionen des Grossen Rates, der Regierungsrat und die Justizleitung.
Soweit die Verfassung keine Bestimmungen enthält, werden die Grundzüge der Organisation des Grossen Rates und des Verkehrs zwischen dem Grossen Rat und dem Regierungsrat sowie der Justizleitung durch Gesetz geregelt.1
Die weiteren Bestimmungen über die Geschäftsführung trifft der Grosse Rat in einer Geschäftsordnung.
Der Regierungsrat ist die leitende und oberste vollziehende Behörde des Kantons.
Er besteht aus fünf Mitgliedern.
Der Regierungsrat wird vom Volk nach dem Mehrheitswahlverfahren bestellt.
Es darf nicht mehr als ein Mitglied des Regierungsrates der Bundesversammlung angehören.
Der Regierungsrat bezeichnet unter Vorbehalt der Befugnisse der Stimmberechtigten und des Grossen Rates die hauptsächlichen Ziele und Mittel des staatlichen Handelns. Er plant und koordiniert die staatlichen Tätigkeiten.
Dem Regierungsrat obliegt weiter:
die Wahrung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit;
die Vertretung des Kantons nach innen und nach aussen;
die Pflege der Beziehungen mit den Behörden des Bundes und anderer Kantone;
der endgültige Abschluss internationaler und interkantonaler Verträge, soweit ihn Gesetze für zuständig erklären;
die Vornahme von Wahlen, soweit diese nicht anderen Organen übertragen sind.
Der Regierungsrat steht der kantonalen Verwaltung vor. Er beaufsichtigt die andern Träger von öffentlichen Aufgaben.
Er sorgt für die rechtmässige und wirksame Tätigkeit der Verwaltung und bestimmt im Rahmen von Verfassung und Gesetz die zweckmässige Organisation.
Im Rahmen des Budgets der grossrätlichen Steuerungsbereiche setzt er die Budgets der ihm zugewiesenen Steuerungsbereiche fest.1
Er entscheidet nach Massgabe des Gesetzes über Verwaltungsbeschwerden.2
Er versagt Erlassen die Anwendung, die Bundesrecht, kantonalem Verfassungs- oder Gesetzesrecht widersprechen.3
Der Regierungsrat legt dem Grossen Rat Entwürfe zu Verfassungsänderungen, Gesetzen und Dekreten vor.
Er kann rechtsetzende Bestimmungen in der Form der Verordnung erlassen. Der Zweck und die Grundsätze der inhaltlichen Gestaltung der Verordnung müssen im Gesetz oder im Dekret festgelegt sein.
Der Regierungsrat kann die zum Vollzug des Bundesrechts notwendigen Bestimmungen erlassen,
soweit das Bundesrecht den Inhalt des Ausführungsrechts im Sinne von Absatz 2 festlegt;
in den übrigen Fällen, sofern zeitliche Dringlichkeit besteht; die Verordnungsbestimmungen verlieren spätestens zwei Jahre nach ihrem Inkrafttreten die Gültigkeit.1
Er erlässt zu internationalen und interkantonalen Verträgen die notwendigen Verordnungen, soweit nicht kantonale Gesetze erforderlich sind.
Er kann überdies Verordnungen erlassen, um eingetretenen oder unmittelbar drohenden Störungen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit sowie sozialen Notständen zu begegnen. Solche Verordnungen fallen spätestens zwei Jahre nach ihrem Inkrafttreten dahin.
Die Zuständigkeit des Regierungsrates zur Rechtssetzung darf nicht übertragen werden.
Der Regierungsrat fasst seine Beschlüsse als Kollegialbehörde.
Er wählt den Landammann und den Landstatthalter auf die Dauer eines Jahres. Eine Wiederwahl für das nächstfolgende Jahr ist ausgeschlossen.
Der Staatsschreiber leitet die Staatskanzlei, die dem Regierungsrat als allgemeine Stabsstelle dient.
Die kantonale Verwaltung wird in Departemente gegliedert. Es können dezentralisierte Verwaltungseinheiten gebildet werden.
Die Departemente werden durch Mitglieder des Regierungsrates geleitet.
Verwaltungsobliegenheiten des Kantons können selbständigen Anstalten, Gemeinden, interkantonalen und interkommunalen Organisationen oder gemischtwirtschaftlichen Unternehmen übertragen werden. Ausnahmsweise können auch privatrechtliche Organisationen mit der Erfüllung solcher Aufgaben betraut werden, sofern der Rechtsschutz der Bürger und die Aufsicht durch den Regierungsrat sichergestellt sind.
Soweit die Verfassung keine Bestimmungen enthält, werden die Grundzüge der Organisation des Regierungsrates, der kantonalen Verwaltung und des Beamtenrechts durch Gesetz geregelt.
Unselbständige Anstalten können unter den Voraussetzungen, die für das Verordnungsrecht des Regierungsrates massgebend sind, Bestimmungen über ihre Organisation und die Benützung ihrer Einrichtungen erlassen.
Selbständige Anstalten legen im Rahmen des Gesetzes ihre Organisation und die ihnen zukommenden Gebühren fest.
Die Gerichte sind unabhängig und nur Gesetz und Recht unterworfen.
Sie sind gehalten, Erlassen die Anwendung zu versagen, die Bundesrecht oder kantonalem Verfassungs- oder Gesetzesrecht widersprechen.
Die Justizverwaltung ist Sache der Gerichte. Unter Vorbehalt der Zuständigkeit anderer Behörden plant die Justizleitung die Tätigkeiten der Gerichte, setzt deren Budgets fest und übt die Aufsicht aus. Sie vertritt die Gerichte im Verkehr mit anderen Behörden.2
Es dürfen nicht mehr als zwei Mitglieder des Obergerichtes der Bundesversammlung angehören.
Die Gerichte sind durch Gesetz übersichtlich und einfach einzurichten. Es soll verlässlich und rasch Recht gesprochen werden können.1
Der Kanton sorgt für unentgeltliche Rechtsauskunftsstellen.
Es bestehen Gerichte für die Zivil-, Straf- und Verwaltungsgerichtsbarkeit. Ein Gericht kann für mehrere Gerichtsbarkeiten eingesetzt werden.
Die Schiedsgerichtsbarkeit in vermögensrechtlichen Streitigkeiten wird anerkannt. Schiedsurteile können nach Massgabe des Gesetzes an staatliche Gerichte weitergezogen werden.
Die Justizleitung kann in der Form des Reglements Bestimmungen über die betriebliche Organisation der Gerichte erlassen. Der Zweck und die Grundsätze der inhaltlichen Gestaltung des Reglements müssen im Gesetz oder im Dekret festgelegt sein.2
Die Zivilgerichtsbarkeit wird ausgeübt durch:
die Schlichtungsbehörden;
die Bezirksgerichtspräsidenten;
die Bezirksgerichte;
die Einzelrichterinnen und Einzelrichter am Obergericht;
das Obergericht.
Arbeitsrechtliche, handelsrechtliche, mietrechtliche und versicherungsrechtliche Streitigkeiten können besonderen Gerichten zugewiesen werden.1
Die Strafgerichtsbarkeit wird ausgeübt durch:
das Zwangsmassnahmengericht;
die Bezirksgerichtspräsidenten;
die Bezirksgerichte;
…1
das Obergericht.
Das Gesetz kann kantonale Verwaltungsstellen und Gemeindebehörden ermächtigen, geringfügige Bussen auszufällen.
Die Strafkompetenz für die vom Bundesrecht vorgesehenen Bussen des Steuerstrafrechts wegen Verletzung von Verfahrenspflichten und Steuerhinterziehung kann durch das Gesetz den Steuerbehörden und den Verwaltungsgerichten zugewiesen werden.2
Die Verwaltungsgerichtsbarkeit wird ausgeübt durch:
das Spezialverwaltungsgericht;
das Obergericht;
das Justizgericht.
Zuständigkeitskonflikte zwischen Verwaltungsbehörden und Verwaltungsgerichten entscheidet die Abteilung Verwaltungsgericht des Obergerichtes.
Streitigkeiten über die Haftung von Kanton und Gemeinden sowie von Organisationen und Personen, die übertragene öffentliche Aufgaben erfüllen, entscheidet die Abteilung Verwaltungsgericht des Obergerichtes. Das Gesetz kann Ausnahmen vorsehen.
Durch Gesetz kann das Amt des kantonalen Ombudsmannes geschaffen werden.
Die Bezirke sind dezentralisierte Gebietsorganisationen des Kantons für Aufgaben der kantonalen Verwaltung, der Rechtspflege und für Wahlen. Es bestehen Bezirksgerichte.
Der Kanton wird in die Bezirke Aarau, Baden, Bremgarten, Brugg, Kulm, Laufenburg, Lenzburg, Muri, Rheinfelden, Zofingen und Zurzach eingeteilt.
Die Zuteilung der Gemeinden zu den Bezirken sowie Grenzänderungen erfolgen nach Anhörung der betroffenen Gemeinden durch Dekret. Lehnt eine Gemeinde die Zuteilung ab, unterliegt der Beschluss des Grossen Rates der fakultativen Volksabstimmung.1
Die Gemeinden sind selbständige Körperschaften des öffentlichen Rechts. Sie fördern das Wohl und die Entfaltung ihrer Einwohner.
Die Einwohnergemeinden versehen die Aufgaben von lokaler Bedeutung, soweit diese nicht in die Zuständigkeit anderer Organisationen fallen.
Die Ortsbürgergemeinden verwalten das Ortsbürgergut, unterstützen die Einwohnergemeinden und fördern das Kulturleben.
Für den Zusammenschluss, die Aufteilung und die Neueinteilung der Einwohnergemeinden sind die an der Urne ermittelte Zustimmung der betroffenen Gemeinden und die Genehmigung des Grossen Rates erforderlich.
In einer Einwohnergemeinde gibt es nur eine einzige Ortsbürgergemeinde. Ortsbürgergemeinden können sich mit den entsprechenden Einwohnergemeinden vereinigen, wenn beide Gemeinden es beschliessen.
Die Gemeinden sind im Rahmen von Verfassung und Gesetz befugt, sich selbst zu organisieren, ihre Behörden und Beamten zu wählen, ihre Aufgaben nach eigenem Ermessen zu erfüllen und ihre öffentlichen Sachen selbständig zu verwalten.
Der Gesetzgeber gewährt den Gemeinden möglichst weiten Handlungsspielraum.
Notwendige Organe jeder Gemeinde sind die Gesamtheit der Stimmberechtigten an der Urne, die Gemeindeversammlung oder der Einwohnerrat, der Gemeinderat und der Gemeindeammann.
Die Gemeinden legen im Rahmen von Verfassung und Gesetz ihre Organisation in einer Gemeindeordnung fest.
Der Kanton fördert und regelt die Zusammenarbeit unter den Gemeinden. Er kann Gemeindezusammenschlüsse unterstützen.2
Mehrere Gemeinden können sich zur Erfüllung bestimmter Aufgaben zu Gemeindeverbänden zusammenschliessen. Die Organisation wird in Satzungen getroffen, die der Genehmigung des Regierungsrates unterliegen.
Durch Gesetz können die Gemeinden verpflichtet werden, Gemeindeverbände zu bilden oder einem Gemeindeverband beizutreten.
Die Stimmberechtigten der angeschlossenen Gemeinden haben in den Gemeindeverbänden nach Massgabe des Gesetzes Wahl-, Antrags- und Entscheidungsrechte.
Die evangelisch-reformierte, die römisch-katholische und die christkatholische Kirche werden als Landeskirchen mit öffentlich-rechtlicher Selbständigkeit und eigener Rechtspersönlichkeit anerkannt.
Der Grosse Rat kann weitere Kirchen und Religionsgemeinschaften öffentlich-rechtlich anerkennen, womit für sie die nachfolgenden Vorschriften sinngemäss zur Anwendung kommen.
Die übrigen Religionsgemeinschaften unterstehen dem Privatrecht. Sie haben die Möglichkeit, die Zugehörigkeit ihrer Mitglieder in staatlichen Registern eintragen zu lassen.
Die Landeskirchen organisieren sich im Rahmen dieser Verfassung nach demokratischen Grundsätzen selbständig.
Sie geben sich ein Organisationsstatut, dessen Erlass und Änderung der Genehmigung des Grossen Rates unterliegt. Diese ist zu erteilen, wenn das Organisationsstatut weder Bundesrecht noch kantonalem Recht widerspricht.
Oberstes Organ jeder Landeskirche ist die Synode. Diese wählt das vollziehende Organ und erlässt das Organisationsstatut.
Kantonseinwohner gehören der Landeskirche ihrer Konfession an, wenn sie die im Organisationsstatut genannten Erfordernisse erfüllen.
Der Austritt kann jederzeit durch schriftliche Erklärung vorgenommen werden.
Das Stimm- und Wahlrecht wird durch das Organisationsstatut geregelt.
Die Landeskirchen setzen sich nach den Bestimmungen ihres Organisationsstatuts aus Kirchgemeinden zusammen.
Die Kirchgemeinden sind selbständige Körperschaften des öffentlichen Rechts mit eigener Rechtspersönlichkeit. Jede Kirchgemeinde wählt eine Kirchenpflege als vollziehendes Organ ihre Abgeordneten in die Synode und ihre Pfarrer.
Für die Erfüllung kirchlicher Aufgaben, die im Organisationsstatut aufgezählt sind, können die Kirchgemeinden von ihren Angehörigen Steuern erheben.
Die Steuerpflicht richtet sich nach der staatlichen Steuergesetzgebung und Veranlagung. Das Organisationsstatut hat für die Beschlüsse der Kirchgemeinden über Steuerfuss und Ausgaben ein Referendumsrecht vorzusehen.
Den Landeskirchen steht das Recht zu, von ihren Kirchgemeinden gleichmässige Beiträge zu beziehen.
Die Landeskirchen sind für den Finanzausgleich unter den Kirchgemeinden besorgt.
Die Landeskirchen und Kirchgemeinden verwalten ihr Vermögen und ihre Einkünfte selbständig nach den staatlichen Grundsätzen, die für die Verwaltung öffentlichen Gutes und öffentlicher Einkünfte gelten.
Die Landeskirchen sind für einen genügenden Rechtsschutz der Konfessionsangehörigen und der Kirchgemeinden besorgt.
Letztinstanzliche Entscheide der landeskirchlichen Behörden sind nach Massgabe der Gesetzgebung an staatliche Organe weiterziehbar. Diesen steht die Kontrolle hinsichtlich der Übereinstimmung der Entscheide mit der Verfassung und dem Organisationsstatut zu.
Die Bistumsverhältnisse der römisch-katholischen Landeskirche richten sich nach den Übereinkommen der Diözesanstände unter sich und mit der Kurie. Die Vertretung des Kantons in der Diözesankonferenz des Bistums Basel wird durch Abgeordnete der römisch-katholischen Landeskirche besorgt.
Der Finanzhaushalt ist sparsam, wirtschaftlich, konjunkturgerecht und auf die Dauer ausgeglichen zu führen. Die Einhaltung dieser Grundsätze ist durch eine ausreichende Kontrolle zu überprüfen.
Der Kanton und die Gemeinden sorgen für eine umfassende Aufgaben- und Finanzplanung, die mit der Finanzplanung des Bundes in Einklang zu halten ist.
Die Aufgaben und Ausgaben sind laufend auf ihre Notwendigkeit und Zweckmässigkeit sowie auf ihre finanziellen Auswirkungen und ihre Tragbarkeit hin zu überprüfen.
Der kantonale Finanzhaushalt, die Erhebung von kantonalen Abgaben und der Finanzausgleich sind durch Gesetz zu regeln. Der Grosse Rat ist ermächtigt, den Steuerfuss innerhalb eines durch das Gesetz begrenzten Rahmens festzusetzen.
Die Gemeinden beziehen ihre Steuern nach kantonalem Recht. Sie setzen den Steuerfuss fest.
Der Kanton und die Gemeinden beschaffen ihre Mittel durch:
die Erhebung von Steuern, Gebühren und Beitragen;
die Erträgnisse des Vermögens;
Beiträge und Anteile an Einnahmen öffentlicher Körperschaften, Unternehmungen und Einrichtungen;
die Aufnahme von Darlehen und Anleihen.
Gemeindeverbände bestreiten ihre Ausgaben aus Leistungen der Mitglieder sowie aus Gebühren und Beiträgen.
Bei der Ausgestaltung der Steuern sind die Grundsätze der Solidarität und der Leistungsfähigkeit der Steuerpflichtigen zu beachten.
Die Steuern sind so zu bemessen, dass die gesamte Belastung der Steuerpflichtigen mit Abgaben nach sozialen Grundsätzen tragbar ist, die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft nicht überfordert, der Wille zur Einkommens- und Vermögenserzielung nicht geschwächt und die Selbstvorsorge gefördert wird.
Steuerhinterziehungen und Widerstände gegen die Steuererhebung sind wirksam zu ahnden.
Der Kanton stellt den Finanzausgleich sicher.
Durch den Finanzausgleich sollen ausgewogene Verhältnisse in der Steuerbelastung und in den Leistungen der Gemeinden zustande gebracht und die zeitgemässe Entwicklung der Gemeinden ermöglicht werden.
An die Ausrichtung von Finanzausgleichsbeiträgen können aufgrund des Gesetzes Bedingungen und Auflagen geknüpft werden.
Die Verfassung kann jederzeit ganz oder teilweise revidiert werden.
Die Teilrevisionen der Verfassung werden auf dem Wege der Gesetzgebung mit obligatorischer Volksabstimmung vorgenommen.
Gegenstand einer Teilrevision können sein:
eine einzelne Verfassungsbestimmung; oder
eine Mehrzahl von Verfassungsbestimmungen, die einen einheitlichen Regelungsbereich ausmachen.
Das Volk entscheidet aufgrund eines Volksinitiativbegehrens oder eines Beschlusses des Grossen Rates vorweg, ob eine Totalrevision der Verfassung einzuleiten ist.
Die Totalrevision ist durch einen Verfassungsrat vorzunehmen.
Der Verfassungsrat wird auf Anordnung des Regierungsrates aus allen Stimmberechtigten in derselben Mitgliederzahl und auf die gleiche Weise wie der Grosse Rat gewählt.
Der Verfassungsrat erlässt eine Geschäftsordnung und bestimmt sein Verfahren.
Die revidierte Verfassung unterliegt der Volksabstimmung.
Diese Verfassung tritt auf den 1. Januar des der Gewährleistung durch die Bundesversammlung1 folgenden Jahres in Kraft.
Auf diesen Zeitpunkt ist die Staatsverfassung vom 23. April 18852 des Kantons Aargau aufgehoben.
Die in der Kantonsverfassung genannten Personen- und Funktionsbezeichnungen beziehen sich auf beide Geschlechter.
Bestimmungen im bisherigen Recht, welche dieser Verfassung widersprechen, sind aufgehoben. Vorbehalten bleiben besondere Bestimmungen dieser Übergangsordnung.
Erlasse, die in einem nach dieser Verfassung nicht mehr vorgesehenen Verfahren geschaffen worden sind, bleiben weiter in Kraft.
Die Änderung dieser Erlasse richtet sich nach dieser Verfassung. Insbesondere können Bestimmungen, die nach dieser Verfassung der Gesetzesform bedürfen, nur auf dem Wege der Gesetzgebung abgeändert werden.
Bestimmungen über die Erfüllung öffentlicher Aufgaben, die einer verfassungsmässigen Grundlage im Sinne von § 26 Absatz 1 dieser Verfassung entbehren, bleiben bis zu ihrer Änderung in Kraft.
Auf die Änderung bisheriger internationaler und interkantonaler Verträge findet § 82 Absatz 3 dieser Verfassung Anwendung.
Dem Grossen Rat unterbreitete Anträge auf Erlass gesetzlicher Bestimmungen oder zur Fassung von Beschlüssen nach § 63 dieser Verfassung werden nach bisherigem Recht behandelt, wenn sie im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Verfassungsänderung vom 18. Dezember 2001 beim Grossen Rat hängig waren.1
Spätestens fünf Jahre nach Inkrafttreten dieser Verfassung fallen Ermächtigungen des Grossen Rates und des Regierungsrates zur Ausgabenbewilligung, Anleihensaufnahme und Rechtssetzung dahin, soweit sie § 63 Absätze 1, 2 und 3, § 78 Absätze 1 und 2 oder § 91 Absatz 2 dieser Verfassung nicht entsprechen.
Der Grosse Rat kann innert fünf Jahren, vom Inkrafttreten dieser Verfassung an gerechnet, solche Ermächtigungen der Behörden den Bestimmungen von § 63 Absätze 2 und 3, § 78 Absatz 2 und § 91 Absatz 2 anpassen. Soweit diese Beschlüsse nicht als Dekrete und Verordnungen gemäss. 78 Absatz 2 und § 91 Absatz 2 ergehen können, unterliegen sie der Volksabstimmung gemäss § 63 Absatz 1 und. 131 dieser Verfassung.
Ist neues Recht zu erlassen, so haben es die Behörden beförderlich auszuarbeiten.
Die Gesetzgebung zu § 69 Absätze 3 und 4 ist spätestens bis ein Jahr vor Beginn der Amtsperiode 1985/89 der Volksabstimmung zu unterbreiten.
Die Landeskirchen haben ihre Organisationsstatute innert drei Jahren, vom Inkrafttreten dieser Verfassung an gerechnet, dem Grossen Rat zur Genehmigung zu unterbreiten.
Bis zum Erlass gesetzlicher Bestimmungen gelten für das Recht, fakultative Volksabstimmungen gemäss § 63 Absatz 1 dieser Verfassung zu begehren, folgende Bestimmungen:
Die Referendumsfrist dauert 90 Tage ab amtlicher Veröffentlichung der dem fakultativen Referendum unterstellten Erlasse und Beschlüsse.
Die Zustimmung zum Referendumsbegehren erfolgt durch Einzelunterschrift auf Unterschriftenlisten.
Jede Unterschriftenliste muss die Bezeichnung des referendumspflichtigen Erlasses oder Beschlusses mit dem Datum der Verabschiedung durch den Grossen Rat, die Einwohnergemeinde der stimmberechtigten Unterzeichner sowie den Hinweis darauf enthalten, dass sich strafbar macht, wer das Ergebnis einer Unterschriftensammlung für ein Referendum fälscht (Art. 282 StGB1).
Der Stimmberechtigte muss seinen Namen handschriftlich und leserlich auf die Unterschriftenliste schreiben und alle weitern zur Feststellung der Identität nötigen Angaben, wie Vornamen, Jahrgang und Adresse, machen. Er darf das gleiche Referendumsbegehren nur einmal unterschreiben.
Die Unterschriftenlisten sind rechtzeitig vor Ablauf der Referendumsfrist der Gemeindekanzlei der Einwohnergemeinde, in welcher die Unterzeichner stimmberechtigt sind, zuzustellen. Der Gemeindeschreiber bescheinigt kostenlos das Stimmrecht der in der Einwohnergemeinde stimmberechtigten Unterzeichner, worauf die Unterschriftenlisten umgehend den Absendern zurückzugeben sind.
Die Stimmrechtsbescheinigung muss in Worten oder Ziffern die Zahl der bescheinigten Unterschriften angeben, datiert sein, die eigenhändige Unterschrift des Gemeindeschreibers sowie den Stempel des Bescheinigenden aufweisen.
Die Stimmrechtsbescheinigung wird verweigert, wenn und soweit die in Bst. c und d dieses Paragraphen genannten Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Der Verweigerungsgrund ist auf der Unterschriftenliste anzugeben. Hat der Stimmberechtigte mehrfach unterschrieben, so wird nur eine Unterschrift bescheinigt.
Das Referendumsbegehren ist innerhalb der Referendumsfrist der Staatskanzlei einzureichen.
Die Staatskanzlei kann Mängel der Bescheinigung vor und nach Ablauf der Referendumsfrist beheben lassen, soweit das Zustandekommen des Referendums davon abhängt.
Ungültig sind Unterschriften auf Listen, welche die gestellten Erfordernisse nicht erfüllen oder nach Ablauf der Referendumsfrist eingereicht worden sind, sowie Unterschriften von Unterzeichnern, deren Stimmrecht nicht, ungültig oder zu Unrecht bescheinigt worden ist.
Nach Ablauf der Referendumsfrist stellt der Regierungsrat fest, ob das Referendum gültig zustande gekommen ist, und veröffentlicht die entsprechende Verfügung unter Angabe der Zahl der gültigen und ungültigen Unterschriften im Amtsblatt des Kantons Aargau.
…1
Die Amtsperiode der in § 61 Abs. 1 Bst. a, c, e und f genannten Behördenmitglieder, der Fachrichterinnen und Fachrichter der Bezirksgerichte sowie der Schulrätinnen und Schulräte, welche im Jahr 2013 beginnt, dauert bis 31. Dezember 2016. Die nachfolgende vierjährige Amtsperiode beginnt am 1. Januar 2017.2
Die Amtsperiode der vom Grossen Rat gewählten Behörden und Mitarbeitenden des Kantons, welche im Jahr 2013 beginnt, dauert bis 31. Dezember 2018. Die nachfolgende vierjährige Amtsperiode beginnt am 1. Januar 2019.3
Die Zahlen verweisen auf die Paragraphen und Paragraphenteile der Verfassung
Abfallbeseitigung 44
Abgaben s. Steuern
Abkommen s. Verträge
Abstimmungen s. Volksabstimmungen
Abwässer Ableitung 44
Ämter Wählbarkeit, Unvereinbarkeit und
Ausstand 69
Amtsdauer 70
Amtsjahr 132
Amtssitz 71
Amtssprache 71a
Alter als Voraussetzung zur Stimmberechtigung 59
Altstoffe Wiederverwertung 44
Anhörung bei Vorlagen 66
Anleihen
Kompetenz des Grossen Rates 812
Volksabstimmung 631e, 3
Anregung allgemeine
bei Gesetzesinitiativen 641
bei Volksinitiativbegehren 642
Anstalten
Gebührenfestsetzung 821f
Organisation 942, 3
Arbeitsgerichte s. Gerichte
Arbeitslosigkeit
Schutz und Milderung 252b, 394
s. auch Staatsziele
Armenrecht 222
Auen-Schutzpark 425
Aufgaben
vom Bund übertragene 32
der Gemeinden 263, 27, 104
des Kantons 25–27
einzelne Aufgaben 28 ff.
interkantonale 4
Verantwortlichkeit von Organisationen und Privaten 752, 3, 1003
Aufsicht (Oberaufsicht)
des Grossen Rates 80
des Regierungsrates 901, 933
des Staates über
Gemeinden 5
Privatschulen 332
Ausbildung s. Bildung, Erziehung und Ausbildung, Schulwesen
Ausgaben
laufende Überprüfung 1163
Volksabstimmung, fakultative 631d, 2
in Kirchgemeinden 1132
Zuständigkeit des Grossen Rates 811
Ausstand s. Unvereinbarkeit
Auslandschweizer 593
Baudenkmäler Schutz 362
Bauwesen 47
Beamte
Ausstand, Unvereinbarkeit 694, 5
Beamtenrecht, Regelung durch Gesetz 941
Verantwortlichkeit 751, 3
Verpflichtung auf Verfassung und
Gesetz 74
Wahl durch
Gemeinden 1061
Regierungsrat 892e
Volk 611
Begnadigung 821k
Behörden 68 ff.
Amtsdauer 70
Amtseid 74
Amtssprache 71a
Ausübung der Staatsgewalt 1
Grundsätze der Tätigkeit 68
Informationspflicht 73
Schulbehörden 31
Verantwortlichkeit 75
Wählbarkeit, Unvereinbarkeit,
Ausstand 69
Berufsausübung Freiheit 20
Berufsbildung 301–3
Berufswahlfreiheit 20
Beteiligung an gemischtwirtschaftlichen und privaten Unternehmungen 58
Bezirke
Bezirksgerichte s. Gerichte
Bezirksschulrat, Zuständigkeit 31b
Einteilung 103
Stellung und Aufgaben 102
Wahlkreise 772
Bildung 28–35, s. auch Staatsziele
Bistum Basel 115
Boden s. Umweltschutz
Bodenschätze Gewinnung 551 c
Briefgeheimnis 15
Budget
Festsetzung durch Grossen Rat 811
Festsetzung durch Leitungsorgan der Gerichte 961
Festsetzung durch Regierungsrat 903
Bund
bundesstaatliche Mitwirkungsrechte 821b
Bundesaufgaben, Erfüllung 3
Bundesversammlung
Begrenzung der Zahl der
Oberrichter 962
Regierungsräte 882
Bürger
Bürgerrecht 6
Gleichheit vor dem Gesetz 10
Niederlassungsfreiheit 16
Stimmrecht 59, 60
s. auch Grundrechte
Bussen
Ausfällung 992
Strafkompetenz 993
Datenmissbrauch Schutz 15
Denkmäler s. Kulturpflege
Departemente s. Kantonale Verwaltung
Eigentum
Beschränkungen 212, 4
Garantie 211
Streuung 502
Einnahmen von Kanton und
Gemeinden 1181
Einwohnergemeinden s. Gemeinden
Einwohnerrat 622, 634, 1071
Energie 54
Enteignung 213, 4
Entlastung, administrative von Unternehmen 502bis
Erholungslandschaft Schutz 43
Erwachsenenbildung 304
Erziehung 28–35
Fachschulen 302, 32
Fakultatives Referendum s. Referendum
Familie Schutz 38
Festnahme s. Freiheitsentzug
Finanzausgleich 1171, 120
Landeskirchen 1134
Finanzhaushalt und -kontrolle 116, 117
Mittelbeschaffung 1181
Finanzplan 1162
Fischereiregal 55
Flora und Fauna, Schutz s. Umweltschutz
Forschung
Beitragsleistung 321
Einrichtungen 322
Freiheit 14
medizinische 414
Freiheitsrechte s. Grundrechte
Freiheitsentzug 23
Freizügigkeitsrecht 16
Friede, sozialer 50
Friedensrichter
Wahl 611f
Fürsorge 39
Gebäudefeuerversicherung
Regalrecht 551 f
Gefangene
Rechte und Pflichten 40
Gegenvorschlag 621d
Gemeinden
Aufgaben 26, 27, 291, 104
Behörden
Bussenkompetenz 992
Volkswahl 611h
Bestand, Einteilung 105
Gemeindesteuern 1172
Gemeindeverbände 1082–4, 1182
Gemeindeversammlung 592, 622, 634, 1071
Organisation 107
Selbständigkeit 5, 106
Zusammenarbeit 108
Zuteilung der Gemeinden zu den Bezirken sowie Grenzänderungen 1032
Gemeindezusammenschlüsse 1081
Gerichte
Arbeitsgericht 982
Bezirksgerichte 981, 991, 102
Friedensrichter s. Friedensrichter
Einzelrichter 981cbis
Handelsgericht 982
Jugendgericht 991
Justizleitung 961, 975
Justizgericht 1001
Justizverwaltung 96
Mietgericht 982
Obergericht 981, 991, 100
Mitgliedschaft in der Bundesversammlung 961
Öffentlichkeit der Verhandlungen 722
Organisation und Verfahren 97
Schlichtungsbehörden 981
Spezialverwaltungsgericht 1001
Strafbefehlsrichter 99
Strafgerichte 99
Unabhängigkeit 95
Wahl der Mitglieder 82h
Zivilgerichte 98
Zwangsmassnahmengericht 991
Gesetz
dringliches 784
Gesetzesinitiative 621 d, 64
Rechtsetzung 78, 91
Rückwirkung, Verbot 24
Volksabstimmung 621 b, 63
Volksinitiativbegehren 64, 65
Vollzug 871
Gesteine Schutz s. Umweltschutz
Gesuche und Eingaben s. Petitionsfreiheit
Gesundheitswesen 41
Gewaltenteilung
Grundsatz 682
Gewässerschutz s. Umweltschutz
Glaubens- und Gewissensfreiheit
Grundsatz 111
Schranken 112
Grenzänderungen und ‑bereinigungen
471, 1032
Grosser Rat
Amtsdauer 70
Anhörungen 66
Beschlüsse 621c, e, 631c–e
bundesstaatliche Mitwirkungsrechte 821b
Fraktionen 843
Kommissionen 841, 2
Konstituierung 83
Meinungsäusserung 754
Oberaufsicht 80
Organisation 86
Planung 79
Sitzverteilung 773
Verantwortlichkeit 75
Vertretung 763
Volkswahl 611a
Vorschlagsrecht 85
Wahl 77
Wählbarkeit, Unvereinbarkeit und
Ausstand 69
Zusammensetzung 762
Zuständigkeiten
finanzielle 81
Rechtsetzung 78
bei Volksinitiativbegehren 65
weitere 82
Grundeigentum Garantie 21
Grundrechte 7–24
Haftung des Staates s. Verantwortlichkeit
Handelsgericht s. Gerichte
Heilquellen und ‑bäder Schutz 43
s. auch Regalrechte
Heime 294, 5, 393
Historische Stätten s. Kulturpflege
Hochschulen s. Schulwesen
Information der Öffentlichkeit 73
Informationsfreiheit 13
Initiative
Volksinitiative
Abstimmung 621c, d
Gesetzesinitiative 64
Verfassungsinitiative 64
Behandlung von Initiativen durch den Grossen Rat 65
Interkantonale und internationale Verträge s. Verträge
Jagdregal 551a
Jahresbericht, des Grossen Rates 811
Jugend
Jugendbelange 38bis
Jugendschutz 133, 153
Kanton
Beteiligung an gemischtwirtschaftlichen und privaten Unternehmungen 58
Beziehungen und Organisation 3–5
Übertragung von Aufgaben 933
Verfassung s. Verfassung
Verwaltung s. Verwaltung
Verhältnisse und Organisation
Vertretung des Kantons durch den Regierungsrat
Kantonalbank 57
Kinder, die benachteiligt sind
ausgleichende Massnahmen 343
Kindergarten s. Volksschule
Kirchen
Anerkennung 109
Austritt 1112
Freiheit der Religionsgemeinschaften 12
Kirchgemeinden 112
Steuerhoheit 113
Organisation 110, 1113
Rechtsschutz 114
Synode 1103
Verhältnis zum Bistum Basel 115
Zugehörigkeit zu den Landeskirchen 111
Klima 42a
Kulturpflege und ‑güter 36
Kultusfreiheit s. Kirchen
Kunstfreiheit 14
Landammann Wahl 922
Landeskirchen s. Kirchen
Landschaftsschutz s. Umweltschutz
Landstatthalter Wahl 922
Landwirtschaft Förderung 51a
Lärmbekämpfung s. Umweltschutz
Leben
polizeilicher Schutz 27
Recht auf Leben 151
Luftreinhaltung s. Umweltschutz
Medien, Massenmedien 133, 37
Medizinalpersonen s. Gesundheitswesen
Medizinische Versorgung s. Gesundheitswesen
Mehrheitswahlverfahren 613
Meinungsfreiheit 13
Menschenwürde Achtung 9, 154
Mietgerichte s. Gerichte
Minderheiten ethnische 48
Mittelschulen s. Schulwesen
Natur s. Umweltschutz
Niederlassungsfreiheit 16
Notverordnung des Regierungsrates 914
Obergericht s. Gerichte
Öffentliche Aufgaben s. Aufgaben
Öffentliche Ordnung s. Sicherheit
Öffentliches Beschaffungswesen 821 l
Öffentliches Interesse Wahrung 68
Öffentliche Sachen 46
Öffentlicher Verkehr s. Verkehrswesen
Öffentlichkeit
Öffentlichkeitsprinzip 721
Information 73
Verhandlungen im Grossen Rat 722
Ombudsmann 101
Organisationen
Verantwortlichkeit bei der Erfüllung öffentlicher Aufgaben 752, 3, 1003
Ortsbürgergemeinden 1043, 1052
Parlament s. Grosser Rat
Parteien politische 67
Partialrevision s. Revision
Personalrecht 702
Bezeichnungen von Personen und Funktionen126a
Persönliche Freiheit 15
Petitionsfreiheit 19
Planung der Aufgaben und Ausgaben 116
Planungsreferendum 631b
Pressefreiheit 13
Private
Ausführungsbestimmungen 785
Verantwortlichkeit bei der Erfüllung öffentlicher Aufgaben 752, 3, 1003
Privatschulen s. Schulwesen
Privatsphäre Schutz 152
Raumplanung 45
Rechnung, Jahresrechnung 811
Rechte
politische
Initiative s. Initiative
Stimm- und Wahlrecht 59
Volksabstimmung 62, 63
Volkswahlen 61
verfassungsmässige s. Grundrechte
Rechtliches Gehör Anspruch 221, 231
Rechtsauskunftsstellen 972
Rechtsgleichheit 10
Rechtspflege
allgemeine s. Gerichte
Gewaltentrennung 682
Kompetenzstreitigkeiten, Entscheid 1002
unentgeltliche 222
Rechtsstaatliches Handeln 2
Referendum (Volksabstimmung)
fakultatives 63
Übergangsregelung 131
obligatorisches 62
Vertragsreferendum 63 1c
Verfassungsreferendum 122, 123
Regalgüter Vorbehalt bestehender Privatrechte 552
Regalrechte des Kantons 55
als Vorbehalt zur Wirtschaftsfreiheit 202
Regierungsrat
Amtsdauer 70
Funktion 871
Kollegialsystem 921
Kompetenzen 89
Leitung der Verwaltung 90
Mitgliedschaft in der Bundesversammlung 882
Organisation 94
Rechtsetzung 91
Staatskanzlei 923
Wahl 611c, 88
Wählbarkeit, Unvereinbarkeit und
Ausstand 69
Zusammensetzung 872
Religion s. Glaubensfreiheit, Kirchen
Religionsgemeinschaften s. Kirchen
Revision der Verfassung
Grundsatz 121
Teilrevision 122
Totalrevision 123
Ausarbeitung durch einen Verfassungsrat 124
Rückwirkung von Erlassen Verbot 24
Salzverkaufsregal 55
Schadenshaftung von Kanton und
Gemeinde 75
Schlichtungsbehörden 981
Schulwesen 28–35
Grundlage 28, 35
Hochschulen 32
Kostentragung 34
Mittelschulen 30
Privatschulen 33
Schulbehörden 31
Sonderschulen 294, 5
staatliche Lehrziele 35
Volksschulen 291–3, 5
Schutzgebiete s. Umweltschutz
Schweizer Bürger s. Bürger
Sicherheit und öffentliche Ordnung
Wahrung 27
Zuständigkeit des Regierungsrates 892 a
Sittlichkeit öffentliche Schutz 27
Sonderschulen s. Schulwesen
Souveränität des Volkes 1
Sozialhilfe 39
Spitäler s. Gesundheitswesen
Staat
Grundsatz jeglicher Tätigkeit 2
Staatsgewalt 1
Staatskanzlei 923
Staatsverfassung s. Verfassung
Staatsziele 25
Ständeräte
Stimmrecht 59
Volkswahl 611d
Steuerfuss
Festsetzung
in den Gemeinden 1172
im Kanton 1171
in den Kirchgemeinden 1132
Steuern
Bemessung 119
Grundlage der Erhebung 117
Kirchgemeinden 1131, 2
Mittelbeschaffung 118
s. auch Finanzausgleich
Stimmrecht
Allgemeines 59
Ausübung 60
im Gemeindeverband 1084
in der Landeskirche 1113
Stimmpflicht 592
Strafgerichte s. Gerichte
Strafvollzug 40
Strassen s. Verkehrswesen
Synode s. Kirchen
Teilrevision der Verfassung s. Verfassung
Tierwelt Schutz s. Umweltschutz
Totalrevision der Verfassung
s. Verfassung
Turnen und Sport Förderung 416
Übergangsordnung 126–132
Übertragung von Aufgaben 933
Umschulung s. Arbeitslosigkeit
Umweltschutz
Allgemeines 42
Auen-Schutzpark 425
Abfallbeseitigung 44
Heilquellen 43
Klima 42a
Unselbständige Anstalten s. Anstalten
Untergrund Nutzung 551 g
Unternehmen
gemischtwirtschaftliche
Beteiligung des Kantons 58
Übertragung von Verwaltungsaufgaben 933
kleine und mittlere 502bis
Verantwortlichkeit bei der Erfüllung öffentlicher Aufgaben 752, 3, 1003
Unterricht an öffentlichen Schulen
Grundsätze 35
Unentgeltlichkeit 341
Untersuchungsgefangene Rechte und
Pflichten 40
Unvereinbarkeiten
Grosser Rat und Beamte 694
Grosser Rat, Regierungsrat, Obergericht und Justizgericht 693
Höchstzahl in der Bundesversammlung
von Oberrichtern 962
von Regierungsräten 882
Unversehrtheit Recht auf – 15
Verantwortlichkeit
Behörden und Beamte 751, 3
Organisationen und Personen, die übertragene öffentliche Aufgaben erfüllen 752, 3
Mitglieder des Grossen Rates 754
Rechtsweg 1003
Vereinigungsfreiheit 18
Verfahren
allgemeine Verfahrensgarantien 22
besondere Verfahrensgarantien 23
Verfassung
Rechtsgrundlage zur Erfüllung der
Aufgaben 261
Verfassungsinitiative s. Initiative
Verfassungsrat 611b, 124
Verfassungsrevision s. Revision
Volksabstimmung 621a
Verhaftung s. Freiheitsentzug
Verhältnis
zu andern Kantonen 4
zur Eidgenossenschaft 3
Zuständigkeit des Regierungsrates 892c
Verhältnismässigkeit der öffentlichen
Tätigkeit 2
Verhältniswahlverfahren 612
Verkehrswesen 49
Vermessung und Kataster 472
Vernehmlassungen s. Anhörung
Versammlungsfreiheit 17
Versicherungen 56
Versicherungsgericht s. Gerichte
Verträge interkantonale und internationale
fakultative Volksabstimmung 631c
Genehmigung durch den
Grossen Rat 821a
Voraussetzung 823
Regierungsrat 892d
Übergangsregelung 1284
Vertretung des Kantons durch den Regierungsrat 892b
Verwaltung
Gliederung 93
Leitung 90
Organisation 94
Verantwortlichkeit 1003
Verwaltungsaufgaben, Übertragung 933
Zuständigkeitskonflikte 1002
Verwaltungsbeschwerden 904
Verwaltungsgericht s. Gerichte
Verwaltungstätigkeit, Grundsatz 681
s. auch Regierungsrat
Volk
Staatsgewalt 1
Volksinitiativbegehren s. Initiative
Volksabstimmungen
fakultative 63
in den Gemeinden 634
Übergangsordnung 131
nachträgliche 784
obligatorische 62
in den Gemeinden 622
s. auch Revision der Verfassung
Volksinitiativbegehren s. Initiative
Volksschule 29
Volkswahlen s. Wahlen
Vollzug
des Bundesrechts 781, 912bis
der kantonalen Gesetze 871
von Strafen und Massnahmen 40
Vorschläge der Bürger 19, 662
Vorsorgeeinrichtungen s. Sozialhilfe
Wählbarkeit Voraussetzung 69
Wahlen
Berechtigung s. Stimmrecht
durch den Grossen Rat 821h
durch den Regierungsrat 892e
in die Landeskirchen 111
Mehrheitswahlverfahren 613
Volkswahlen 61
Wahlkreise 77
Verhältniswahlverfahren 612
Wald Bewirtschaftung 51b
Widerverwertung von Altstoffen 44
Wasser
Reinhaltung 422
Versorgung 53
Wirtschaft
Wirtschaftsfreiheit 201
Wirtschaftspolitik 50
wirtschaftspolizeiliche Vorschriften 52
Wissenschaften s. Kulturpflege
Wissenschaftsfreiheit 14
Wohnung
Förderung des sozialen Wohnungsbaus 473
Unverletzlichkeit 152
Vermittlung 252c
Zensurverbot 134
Zivilgerichte s. Gerichte
Zusammenarbeit mit andern Kantonen 4
Zwangsmassnahmengericht 991a
Text: konsolidiertes Bundesrecht (Fedlex), Stand am 30.06.2024. Massgebend ist allein die amtliche Veröffentlichung. Hosting in Europa (DSGVO).